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Wenn das Verhältnis zum Verstorbenen nicht so eng war, dass Sie den Hinterbliebenen persönlich bei der Beerdigung oder per Telefon ihr Beileid aussprechen wollen, ist es üblich stattdessen eine Trauerkarte zu schicken. Ein solches Kondolenzschreiben ist eine gute Möglichkeit, Mitgefühl auszudrücken, den Angehörigen Trost zu spenden und die persönliche Wertschätzung für den Verstorbenen zu bekunden.

Warum schreibt man eine Kondolenzkarte?

Eine solche Karte können Sie in jedem Fall versenden, egal ob es sich um enge Freunde handelt, denen Sie Trost spenden möchten, oder ob Sie die Angehörigen überhaupt nicht persönlich gekannt haben. Hinterbliebene erleben diese Form der Beileidsbekundung oft als angenehm, da sie die Karten lesen können, wenn sie sich in der Verfassung fühlen und nicht gezwungen sind, in der Zeit intensiver Trauer möglicherweise viele Telefonate zu führen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kondolenzschreiben?

Wollen Sie Ihre Beileidsbekundung mit einer Kondolenzkarte ausdrücken, verschicken Sie die Karte möglichst zeitnah, nachdem Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben. Es ist nicht möglich, nach einem Todesfall eine Karte zu früh zu schicken. Sehr wohl ist es allerdings unglücklich, wenn noch Tage oder vielleicht sogar Wochen nach der Bestattung Trauerpost bei den Hinterbliebenen ankommt und so die Wunde des Verlusts immer wieder aufs Neue aufgerissen wird.

Wie schreibt man eine Kondolenzkarte?

Es gibt kein Universalrezept, um eine angemessene Kondolenzkarte zu schreiben. Wichtig ist, dass Ihre Worte persönlich sind. Zeigen Sie Mitgefühl und Empathie.

Grundsätzlich gilt: Verfassen Sie die Trauerpost handschriftlich und verschicken Sie sie per Post. Digitale Nachrichten via SMS, E-Mail oder WhatsApp sind wenig stilvoll. Ein in Handschrift verfasster Text macht außerdem mehr Mühe und zeigt, dass Ihnen der Verstorbene eben diese wert war. Während digitale Nachrichten flüchtig sind, können Worte auf Papier außerdem immer wieder zur Hand genommen werden.

In Buchhandlungen, Drogerien und Supermärkten finden Sie eine Reihe von Kondolenzkarten zur Auswahl. Bei der Wahl sollten Sie die Konfession des Verstorbenen und der Hinterbliebenen berücksichtigen. Eine Karte mit einem Kreuz und einem biblischen Spruch wird Angehörigen, die den christlichen Glauben nicht teilen, wenig bedeuten und vielleicht sogar eher für Irritation sorgen.

Eine Karte mit einem Zitat oder Trauerspruch zu wählen, ist gut. Allerdings sollten Sie dann darauf verzichten, weitere Sprüche in das Innere der Karte zu schreiben und sich darauf konzentrieren, dort eigene Worte an die Angehörigen zu richten.

Was sollte man beim Schreiben beachten?

Angemessene Worte zum Tod eines Bekannten oder Freundes zu finden, ist schwierig. Viele Menschen haben Angst vor Fehlformulierungen und sind dadurch in ihrem Schreiben gehemmt. Damit Ihre Worte nicht taktlos erscheinen und Ihre Karte nicht nur gut gemeint, sondern auch gut geschrieben ist, können Sie sich an folgender bewährter Struktur und den beispielhaften Formulierungen für Ihr Kondolenzschreiben orientieren:

  • Anrede
  • Einleitung
  • Beileidsbekundung
  • Bezugnahme zur verstorbenen Person und zu gemeinsamen Erlebnissen
  • Unterstützung anbieten
  • Wünsche für die Zukunft
  • Abschlussformel/Gruß

Wichtig: Übernehmen Sie keine Formulierungen blind, sondern finden Sie eigene Worte, die zu Ihrem Verhältnis zum Verstorbenen, Ihrem persönlichen Stil und zum Stil der Angehörigen passen.

In der Einleitung können Sie ganz offen Ihre Sprachlosigkeit ausdrücken und Ihre Anteilnahme vermitteln:

„…es fällt mir schwer, die richtigen, tröstenden Worte zu finden…“ / „Die Nachricht vom Tod von … hat mich tief erschüttert.“ / „Mit großer Trauer habe ich vom Tod von … erfahren.“

Die Beileidsbekundung selbst kann in einem Satz erfolgen: „Ich möchte dir/Ihnen mein tiefes Mitgefühl aussprechen.“ / „In Gedanken bin ich in dieser schweren Zeit bei dir/euch.“ / „Zum Tod von … spreche ich Ihnen mein herzliches Beileid aus.“

Persönlich und wertvoll für die Angehörigen wird das Schreiben, wenn Sie auf Ihre persönliche Beziehung zum Verstorbenen eingehen. Was haben Sie am Verstorbenen besonders geschätzt? Wie werden Sie ihn in Erinnerung behalten? Welche besonderen Erlebnisse haben Sie geteilt?

Wenn Sie dazu bereit sind und es Ihre Beziehung angemessen erscheinen lässt, bieten Sie den Angehörigen Ihre Unterstützung an. Kleine Hilfen im Alltag können gerade älteren, alleinstehenden Hinterbliebenen viel bedeuten.

Sie können den Trauernden vor der Grußformel noch gute Wünsche für die Zukunft senden, um so eine hoffnungsstiftende Perspektive zu schaffen: „Ich wünsche dir/euch die Kraft, nach der Zeit der Trauer wieder mit Zuversicht in die Zukunft zu sehen.“

Wählen Sie statt der üblichen Grußformel eine für die Trauersituation angemessene Formulierung: „In tiefem Mitgefühl“ / „In Verbundenheit“ / „In tiefer Trauer“ / „In aufrichtiger Anteilnahme“. Auch eine handschriftliche Unterschrift sollte nicht fehlen.

Schreiben Sie weder zu kurz noch zu ausführlich: Wenn Sie nur ein, zwei Sätze schreiben, kann leicht der Eindruck entstehen, als sei Ihnen die verstorbene Person nicht wichtig gewesen. Nehmen Sie sich einige Sätze, um Ihr Mitgefühl auszudrücken und Erinnerungen zu teilen, aber denken Sie auch daran, dass die Angehörigen wahrscheinlich viele Kondolenzkarten bekommen. Es ist nicht notwendig, dass Sie einen mehrseitigen Brief schreiben. Eine Kondolenzkarte gibt bereits eine gute Orientierung: Schreiben Sie so viel, dass die Karte gut gefüllt ist.

Das Wichtigste ist vielleicht, dass Sie sich von Ihrer Unsicherheit, ob Sie die richtigen Worte finden, nicht abhalten lassen, überhaupt zu schreiben. Selbst wenn Sie mit Ihren Formulierungen nicht ganz zufrieden sind und sich vielleicht der eine oder andere formale Fauxpas einschleicht, wenn Ihre Worte von Herzen kommen, werden die Angehörigen dies beim Lesen spüren und in Ihren Zeilen Trost finden und das ist der wichtigste Zweck einer Kondolenzkarte.

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