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Hat man auf ein Bewerbungsschreiben eine positive Reaktion und eine Einladung auf ein persönliches Gespräch erhalten, kann man sich zunächst freuen. Dem möglichen Arbeitgeber hat die Bewerbung offenbar gefallen und er will einen näher kennenlernen. Immer häufiger wird dabei ein Online-Videochat per Skype dem persönlichen Gespräch vorgezogen. Das kann verschiedene Gründe haben: Wenn der Bewerber sich weiter weg befindet, dann kann die digitale Lösung für beide Seiten Zeit, Geld und Energie sparen. Große Unternehmen haben zudem meist hohe Bewerberzahlen und können so mehr Eindrücke gewinnen, als wenn sie persönliche Termine ausmachen. In diesem Fall kann es sein, dass man einer von vielen Online-Bewerbern ist, die kurz hintereinander abgefertigt werden. Erst in der nächsten Runde kommt es dann zu persönlichen Einladungen.

Umso wichtiger ist es, dass man mit seinem Auftreten vor der Webcam positiv heraussticht und nicht durch Unprofessionalität auffällt. Glücklicherweise gibt es eine Reihe einfacher Tipps und Tricks, mit denen Sie sicherstellen können, dass Sie beim Skype-Vorstellungsgespräch den bestmöglichen Eindruck hinterlassen.

Software einrichten

Bei der Terminabsprache mit dem potenziellen Arbeitgeber wird geklärt, welches Videochat-Programm für das Gespräch genutzt wird. Skype gehört zu den weltweit bekanntesten Tools, aber es gibt noch zahlreiche andere. Je nach Branche oder Land wo man sich bewirbt, kann man auf eine bisher unbekannte Software stoßen. Machen Sie sich mit dem Programm vertraut und erstellen ein Konto mit Klarnamen und seriösem Foto. Bei vorhandenen Apps sollte man sich vergewissern, dass man die aktuellste Version hat. Schließen Sie vor dem Gespräch alle unnötigen Programme und Apps.

Bild und Audio testen

Gute Ton- und Bildqualität bei einer stabilen Internetverbindung sind Grundvoraussetzungen für ein professionelles Online-Gespräch. Man sollte sich also vergewissern, dass Mikrofon und Kamera einwandfrei funktionieren. Ein gutes Headset ist die beste Lösung, dies gibt eine bessere Audioqualität und mit Kopfhörern kann man sich besser auf die Worte des Gesprächspartners konzentrieren.

Laptop oder Mobiltelefon?

Die meisten Video-Conferencing-Tools sind für Laptop und Smartphone erhältlich. Es empfiehlt sich für ein Vorstellungsgespräch den Laptop oder das Tablet zu wählen, da dies größer und stabiler ist und man sich leichter an seinem Schreibtisch positionieren kann. Wenn es mit Smartphone sein muss, sollten Sie es stabil aufrichten und möglichst nicht in Selfie-Manier in der Hand halten. Ein Vorteil von Smartphones ist es, dass man hier zwischen WLAN und mobilem Netz wechseln kann, falls es Verbindungsprobleme gibt. Kontrollieren Sie vorher Ihren Akkustand.

Testcall einrichten

Ein Testgespräch mit einem Freund kann vor einem Bewerbungsgespräch Gold wert sein. Nicht nur, dass so mögliche technische Probleme im Vorfeld geklärt werden können, der Probepartner kann wertvolles Feedback über das allgemeine Auftreten, Lichtverhältnisse und andere Faktoren geben.

Der erste Eindruck zählt – auch Online

Ein Vorstellungsgespräch aus der eigenen Wohnung kann dazu verleiten, das Ganze nicht so ernst zu nehmen, wie wenn man direkt ins Unternehmen fahren würde. Man sollte sich aber für ein Job-Interview per Video genauso anziehen, wie für ein persönliches Bewerbungsgespräch. Je nach Branche ist es ratsam, im Business-Suite oder in smart-legerer Kleidung vor die Kamera zu treten. Nicht sicher, welches Outfit angebracht ist? Schauen Sie auf der Team-Seite der Unternehmens-Webseite nach, wie die Mitarbeiter sich präsentieren. Es ist auch besser, sich eine Hose und Schuhe anzuziehen, auch wenn der Personaler diese nicht unbedingt sieht. Sie wissen nie, ob Sie beim Gespräch aufstehen müssen. Ein anständiges Outfit im Home-Office hat dazu den psychologischen Vorteil, sich wie auf der Arbeit zu fühlen.

Professionelles Setting

Neben einem gepflegten Äußeren ist bei einem Online-Jobinterview auch das Setting wichtig. Achten Sie darauf, wie der Hintergrund auf Ihren Gesprächspartner wirkt und welche Atmosphäre bei ihnen herrscht. Räumen Sie zumindest den sichtbaren Bereich auf und sorgen sie für ein freundliches Ambiente und gute Akustik. Weniger ist hier mehr. Selbst wenn Sie geschmackvolle Bilder oder Deko-Gegenstände haben, könnte zu viel davon auf der anderen Seite für Ablenkung sorgen. Setzen Sie sich auf einen Bürostuhl an den Schreibtisch und vermeiden Sie Couch und Sessel.

Achten Sie bei den Lichtverhältnissen darauf, dass kein Licht von hinten einstrahlt, Sie also kein Fenster direkt hinter sich haben. Schauen Sie bei der Kameraansicht, dass kein Schatten über Ihr Gesicht fällt und sie auch nicht zu grell angestrahlt sind. Brillenträger können außerdem checken, ob das Monitorlicht nicht zu stark in den Brillengläsern reflektiert.

Selbstverständlich sollten Sie alle Geräte mit Benachrichtigungen vorher stumm schalten. Klären Sie auch Mitbewohner über das Gespräch auf, sodass es zu keinen Störungen kommt.

Vorbereitet ins Gespräch gehen

Wie bei jedem Bewerbungsgespräch sollten Sie bestens vorbereitet sein, was Ihren Werdegang, Ihre Stärken und Schwächen sowie das Unternehmen, bei dem Sie sich vorstellen, angeht. Beim Videochat haben sie noch den Vorteil, dass Sie sich Notizen, Fragen und Dokumente unsichtbar für Ihr virtuelles Gegenüber ausdrucken oder auf den Bildschirm holen können. Verlassen Sie sich aber nicht zu sehr darauf und schauen Sie nur, wenn es sein muss, darüber.

Verhaltensregeln für Videokonferenzen

Wer nur wenig Erfahrung mit Videochats hat, fühlt sich vielleicht am Anfang etwas unsicher. Wichtig ist es, immer gut im Bild zu bleiben, sich nicht ablenken zu lassen und eine möglichst freundliche, offene und aufmerksame Mimik zu haben. Winken zur Begrüßung und zum Abschied ist in professionellen Konferenzen unangebracht. Für eine optimale Körpersprache behalten Sie Ihre Hände am besten auf dem Tisch und unterhalb des Gesichts. Damit Ihr Gesprächspartner merkt, dass Sie alles mitbekommen, während er spricht, können Sie zwischendurch nicken, oder sich durch „ja“ oder „okay“ hörbar machen – nicht zu häufig natürlich.

Den Blick halten Sie am besten auf Ihre Kamera gerichtet und nicht auf die Augen auf dem Display. Genau wie bei persönlichen Gesprächen wirkt ein zu langer Blickkontakt auch Online zu aufdringlich, während ständiges Weggucken von Unaufmerksamkeit zeugt. Stellen Sie sich ein Glas Wasser hin, um Mundtrockenheit vorzubeugen und etwas zu haben, wohin Ihre Hände bei Nervosität „fliehen“ können.

Technische Probleme während des Gesprächs

Es kann immer mal vorkommen, dass bei einem Online-Gespräch der Ton oder das Bild aussetzen oder ruckeln. Bleiben Sie in so einem Fall souverän, meist erledigt sich das schnell von selbst. Wenn Sie Ihr Gegenüber länger nicht richtig verstehen, lassen sie ihn das sofort wissen, notfalls mit Handzeichen. Wenn sich zeigt, dass die Verbindung dauerhaft gestört ist, scheuen Sie sich nicht, das Gespräch zu unterbrechen und sich neu einzuwählen. Bestenfalls zeigt das Initiative und dass sie ein Problemlöser sind, der Wert auf Qualität legt.

Viel Erfolg!

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