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Wir leben in einer sehr offenen und aufgeschlossenen Gesellschaft – Instagram, Twitter & Co. laden dazu ein, intimste Details aus dem Privatleben mit der ganzen Welt zu teilen und vielerorts wird dies mit Begeisterung verfolgt und kommentiert. Nichts ist zu peinlich, kaum etwas zu persönlich… solange es lustig ist und sich gut verkaufen lässt. Geht es um psychische Erkrankungen, befinden wir uns aber ganz schnell in einem Bereich, über den nicht mehr so gerne gesprochen wird – und das, obwohl nahezu jeder dritte Mensch davon betroffen ist.

Erzähl mal’: Wie geht’s dir wirklich? 

Auf die Frage “Wie geht es dir?” antworten wir meist immer noch  mit “Danke, gut!”, obwohl das sehr häufig gar nicht stimmt. Wir tragen unsere Sorgen und Probleme oft wie einen schweren Rucksack mit uns herum, bevor wir es wagen, uns jemandem anzuvertrauen. Was zu Hause in den eigenen vier Wänden eine Zeit lang gut funktioniert, lässt sich bei der Arbeit aber nicht ewig unter den Tisch kehren: psychische Probleme wirken sich auf die Konzentrationsfähigkeit aus, beeinflussen das Auftreten von Fehlern und Erhöhen das Konfliktpotential mit Kollegen und Kolleginnen. Umso wichtiger ist es, dieses Thema offen und ehrlich anzusprechen und auch mal zu antworten “Eigentlich fühle ich mich heute gar nicht gut!”.

Erste Anlaufstelle – Die Lieblingskollegen 

Ein erster wichtiger Schritt ist es, das Tabu zu brechen und sich mitzuteilen. Jeder Betrieb ist so einzigartig wie jedes einzelne Individuum selbst, daher gibt es hier kein richtig oder falsch hinsichtlich der “perfekten Ansprechperson”. Wenn Sie sich psychisch überlastet oder überfordert fühlen und Ihnen die Herausforderungen über den Kopf wachsen, wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens, mit der Sie gut sprechen können. Oft gibt die objektive Sichtweise einer außenstehenden Person und ein offenes Gespräch schon erste Entlastung und kann dabei helfen, neue Perspektiven und Lösungen zu entwickeln.

Das Unaussprechliche zum Thema machen 

Burnout, Depression, Panikattacken – psychische Störungen dieser Art sind körperliche Krankheiten wie auch ein Schnupfen oder eine Magen-Darm-Grippe. Oft sind die Symptome vorübergehend und man kann diese mit Entspannung, Urlaub oder genügend Selbstfürsorge gut lindern. Wie bei jeder anderen Erkrankung braucht es aber auch hier manchmal professionelle Hilfe, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und die mentale Gesundheit zu stabilisieren. Andauernde psychische Belastungen wirken sich zuletzt nicht nur auf die Leistungsfähigkeit im Beruf aus – wenn man krank ist, ist man dem alltäglichen Stress nicht mehr gewachsen, kann die Erwartungen des Chefs oder der Mitarbeiterinnen nicht mehr erfüllen und landet schließlich in einer Spirale aus Leistungsdruck und Verzweiflung.

An dieser Stelle ist es nicht nur wichtig, sondern auch notwendig, offen zu seinen Problemen zu stehen – es sich selbst gegenüber einzugestehen, aber auch den Vorgesetzten ehrlich mitzuteilen, wie es um die eigene Gesundheit steht. Auf Basis dieser Offenheit können Sie gemeinsam überlegen, was es braucht, damit Sie sich wieder stabilisieren können.

Was werden die Anderen nur von mir denken? 

Je nachdem, wie offen man mit seinen Gedanken und Gefühlen umgehen möchte, kann man auch mit dem gesamten Team über die eigene  psychische Befindlichkeit sprechen – dies aber keinesfalls ein Muss. Niemand sollte sich dazu verpflichtet fühlen, sein Innerstes jedem gegenüber nach außen zu kehren, wenn man sich dabei nicht wohl fühlt. Wer das Glück hat, Kollegen oder Kolleginnen zu haben, mit denen er sich besonders gut austauschen kann – kann diese Beziehung nutzen, um die eigenen Sorgen zu teilen. Sehr wahrscheinlich wird man dabei bemerken, dass man selten mit den Emotionen alleine ist und dass nahezu jeder Mensch Phasen in seinem Leben hat, in denen er mental aus dem Gleichgewicht kommt.

Damit es erst gar nicht zum Ernstfall kommt: Stressverarbeitung in der Prävention 

Wie bei körperlichen Krankheiten gilt es auch bei Störungen des psychischen Gleichgewichts: je früher man Probleme erkennt, umso eher kann man eingreifen und präventiv etwas dagegen unternehmen, damit es erst gar nicht so weit kommt, seinen Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Pflegen Sie einen achtsamen Umgang mit sich und fragen Sie sich immer auch selbst: Wie geht es mir eigentlich? Was brauche ich gerade, damit ich mich gut fühle? Achten Sie dabei darauf, produktiv mit Stress umzugehen – indem Sie beispielsweise Sport, Entspannung und genügend Ausgleich in Ihren Alltag integrieren und auch rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie gerade selbst keinen Ausweg mehr sehen.

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Bewusstsein für mentale Gesundheit schaffen

Gerade die Corona-Zeit hat uns alle in gewisser Hinsicht berührt – auch psychisch. Diese Ausnahmesituation hat uns mit existenziellen und finanziellen Sorgen konfrontiert. Sie hat uns im Familienleben vor neue Herausforderungen gestellt und ließ uns spüren, was es bedeutet, um seinen Arbeitsplatz bangen zu müssen. Dennoch haben immer noch viele Hemmungen, über ihre Sorgen und Bedürfnisse zu reden und sich anderen anzuvertrauen.

Mit der Kampagne „Wir machen Europa mental stark“ will Instahelp, die Plattform für psychologische Beratung online, an diesem Zustand etwas ändern – aufmerksam machen, aufklären und Achtsamkeit für die psychische Gesundheit schaffen.

Gemeinsam mit zwei starken Botschaftern, Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und Unternehmer Florian Gschwandtner (Co-Gründer von Runtastic), soll das Bewusstsein für die mentale Gesundheit gestärkt werden.

In zwei achtwöchigen mentalen Trainingsprogrammen, abrufbar unter anderem auf dem Instahelp YouTube-Channel, zeigen Wolff und Gschwandtner, wie man in herausfordernden Situationen den Antrieb nicht verliert und mental ausgeglichen bleibt.

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