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Der Begriff Smart Home ist in aller Munde und der Markt wächst. Nach Angaben von Statista gibt es 2020 etwas mehr als 9 Millionen Smart-Home-Haushalte in Deutschland. Diese Anzahl soll sich bis 2025 verdoppeln.

Smart Home wird nicht selten als smarte/intelligente Steuerung verschiedener, miteinander verbundener Geräte im eigenen Wohnbereich definiert. Das Potenzial von Smart Home ist allerdings komplett abhängig von der Qualität der Programmierung und seiner Anwendung.

Drei große Anwendungsbereiche für Smart Home

Das große Angebot an Smart-Home-Produkten und -Services lässt sich grob auf drei Anwendungsbereiche aufteilen: Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz.

Smart Home per App steuern

Wir konzentrieren uns auf den ersten Bereich. Er scheint für viele Menschen großen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen ein eigenes Smart Home zu haben. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Verbraucherzentralen unmittelbar vor der Corona Pandemie waren die am meisten genannten Gründe in Bezug auf Ängste bei Smart Home:

  • Angst vor unbefugter Datenweitergabe (51 Prozent)
  • Angst, dass das System von Kriminellen gehackt werden könnte (46 Prozent)

Vorteile und Potenziale von Smart Home

Den Bereich Sicherheit kann man in zwei Teile gliedern:

  1. Sicherheit vor Schäden durch Material und Verschleiß
  2. Sicherheit vor Einbrüchen

Wasserschäden gehören zu den Schäden mit besonders großem Zerstörungspotenzial. Allerdings kann man hier mit Smart-Home-Systemen vorbeugen. Ein Rohrbruch in der Wand lässt sich kaum vorhersehen, aber zum Beispiel kann man elektronische Wassermelder dort installieren, wo Wasser auslaufen könnte – etwa in Bodennähe neben Wasch- oder Spülmaschine oder im Keller. Sobald einer mit Wasser in Berührung kommt, wird eine Warnmeldung an das Smartphone weitergegeben.

Rauchmelder sind bereits in allen Bundesländern Pflicht. Auch hier gibt es Modelle, die sich vernetzen lassen und neben Warnmeldungen, nach einem vorprogrammierten Protokoll, beispielsweise alle Rollläden hochfahren.

Viele Konzepte für die Sicherheit vor Einbrüchen basieren auf einem Ineinandergreifen von Mechanik und Elektronik. Querriegel- und Kastenschlösser und zumindest einbruchhemmende Schutzbeschläge an Fenstern und Türen gehören zu den seit vielen Jahren empfohlenen und bewährten Schutzmaßnahmen.

Die Elektronik kann durch Überwachung, Alarmierung und Täuschung unterstützen. Dazu gehören nicht nur Kameras, sondern auch Einbruchsicherungen mit Warntönen oder Warnmeldungen an die Polizei sowie Sensoren an Fenstern und Türen mit Anschluss an eine Alarmanlage. Darüber hinaus lassen sich auch mittels vernetzten Lichtschaltern und Anschlüssen (beispielsweise an eine Stereoanlage) Bewohner simulieren. Unter Umständen kann man damit sogar Nachbarn mit schützen, denn Einbrecher bevorzugen nicht selten ein ruhiges, ungestörtes Arbeitsumfeld.

Wichtig in Mietwohnungen und -Häusern

Smart-Home-Systeme können natürlich auch von Mietern für die eigenen vier Wände installiert werden. Dabei gibt es drei Grundsätze zu beachten:

  • Der Betrieb der Geräte darf andere Mitbewohner nicht belästigen. Das gilt besonders für Geräuschbelästigungen. Allerdings muss man vorher keine Genehmigung vom Vermieter oder Nachbarn dafür einholen.
  • Alles, was die Bausubstanz berührt, etwa Türen, Fenster, das Mauerwerk oder Gemeinschaftsräume bedarf unbedingt der Zustimmung des Vermieters.
  • Der Vermieter kann, sofern nicht ausdrücklich anders im Mietvertrag geregelt, verlangen, dass alle Geräte und Systeme nach einem Auszug des Mieters von ebendiesem vollständig ausgebaut werden – zurück zu einem Zustand der Wohnräume, wie er bei deren Einzug bestand.

Sicherheitsrisiken durch Smart Home-Sicherheitsanwendungen

Manche Experten halten den Nutzen für private Smart-Home-Sicherheitsanwendungen für überschaubar. Dabei wird manchmal vergessen, dass nicht die Summe der Geräte, sondern zuweilen eine einzelne Komponente ausreicht, um einen Einbruch zu verhindern. Vielleicht reichen besonders gute Fenster- und Türsicherungen, vielleicht eine besonders aufmerksamkeitsstarke Alarmanlage.

Einer der wichtigsten Ratschläge für Smart Home ist die Einrichtung eines virtuellen, privaten Netzwerks (VPN) für das System – als „Gastnetzwerk“. Das bedeutet, das Netzwerk ist in sich geschlossen und nur über eine Zentrale (Hub) mit einem mobilen Gerät wie Smartphone oder Tablet verbunden. Ein solches privates Netzwerk sollte so programmiert sein, dass es den gesamten Internetverkehr aufzeichnet und wiedergibt, selbst wenn einzelne Geräte nicht in Gebrauch sind, um eventuell kriminelle Mitleser zu verwirren.

Viele Experten, etwa am Institut für Internetsicherheit an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, sind davon überzeugt, dass sich Kriminelle zukünftig mehr und mehr auf Smart Homes spezialisieren werden. Das klingt logisch, denn es würde Einbrüche planbarer machen. Doch das ist kein Grund, sich nicht mit Smart Home zu beschäftigen. Wer sich keine Gedanken um moderne Sicherheitssysteme macht, macht sein Haus auch nicht sicherer.

Tipps/Voraussetzungen für Smart Home-Sicherheitssysteme

Leider gibt es zwischen den Anwendungsbereichen Sicherheit und Komfort eine unglückliche Wechselwirkung. Manche Menschen erwarten von Smart-Home-Anwendungen automatisch Komfort im Sinne einer vereinfachten Handhabung ohne große Kenntnisse. Das kann sich im Bereich Sicherheit verheerend auswirken. Allein schon die Frage nach einem Komplettsystem oder einer Kombination aus einzelnen Komponenten erfordert eine umfangreiche Einarbeitung in das Thema. Komfortabel ist erst hinterher die Tatsache, dass sich das ganze System über ein Endgerät kontrollieren, steuern und programmieren lässt.

Ein großes Problem stellt sich auch durch die Frage nach technischer Unterstützung seitens der Hersteller. Niemand möchte Zeit und Geld in eine Technik investieren, die nach wenigen Jahren keine Software-Updates mehr bekommt oder deren Geräte sich nach einiger Zeit nicht mehr aktualisieren lassen. Nach EU-Recht gibt es zwar einen Anspruch auf Softaware-Aktualisierungen aber keine fest definierten Zeitfenster, sondern nur einen „angemessenen“ Mindestzeitraum dafür.

Wer in dieser Richtung investieren möchte, sollte sich über die elementarsten Sicherheitsmaßnahmen im Klaren sein. Alle Geräte vom Rechner über Tablet bis zum Smartphone sollten einen PIN- oder Passwort-Schutz haben.

Ändern Sie das vorgegebene Passwort Ihres Routers. Dadurch können Hacker die Anmeldedaten nicht einfach anhand des Gerätes oder Netzwerks ermitteln.

Ändern Sie nicht nur Standardpasswörter, sondern informieren Sie sich auch über Passwortmanager. Die meisten Hacks haben zwei Ursachen: Phishing und Mustererkennung. Durch eine einheitlich angeordnete Tastatur und nur zwei verschiedene Hände lassen sich durch entsprechende Programme und Datensammlungen Eingabemuster erkennen. Nicht vergessen: Mustererkennung ist eine der ganz großen Stärken von Programmen.

Selbstverständlich sollten Sie sowohl Ihren Rechner als auch Ihre mobilen Geräte immer aktualisieren oder austauschen, wenn das neueste Update nicht mehr verarbeitet werden kann oder die Arbeitsleistung zu sehr beeinträchtigt.

Deaktivieren Sie grundsätzlich und sofern vorhanden die Funktion „Universal Plug-and-Play“ (UPnP). Bei den meisten Geräten ist sie automatisch aktiviert. Sie ermöglichst, andere Geräte schnell zu finden und sich mit ihnen zu vernetzen. Doch gerade UPnP-Protokolle sind sehr anfällig für externe Angriffe.

Herstellerunabhängige Informationen zu Smart Home, gerade in Bezug auf den Bereich Sicherheit, gibt es unter anderem bei Verbraucherschutzverbänden, Fachmagazinen zu Wissenschaft und Technik sowie den Landeskriminalämtern.


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