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Nicht erst, seitdem auf jedem Tabakprodukt abschreckende Bilder prangen, sollte jedem bekannt sein, dass Rauchen schädlich ist. Zigaretten, Zigarren & Co. enthalten dutzende krebserregender Stoffe, die sich als Ablagerungen in den Atemwegen absetzen und das Herz-Kreislauf-System schwächen. Wer sich dafür entscheidet zu rauchen, muss mit Langzeitschäden rechnen. Die Versicherungen wissen das natürlich und stufen dementsprechend Raucher höher ein, als nichtrauchende Kunden.

Gesundheitliche Folgen für Raucher

Wer raucht, dem sollte bewusst sein, welche Auswirkungen die tägliche Tabakzufuhr auf seinen Körper hat. Raucher haben verglichen mit Nichtrauchern ein dreifaches Risiko, an Herzinfarkten zu sterben und ein zwei- bis siebenfaches Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Sämtliche Organe, die regelmäßig mit Tabakrauch in Kontakt kommen – also vom Mund-Rachenraum über die Kehle bis zur Lunge – sind einem starken Krebsrisiko ausgesetzt. Auch für andere Krebsarten, wie Blasen-, Brust und Bauchspeicheldrüsenkrebs sind Raucher um ein Vielfaches anfälliger.

 Viele Faktoren tragen zur Sucht bei

Bei der Arbeit kurz mal nach draußen „frische Luft“ schnappen gehen, an der Bushaltestelle schnell die Langeweile mit einem Kippchen vertreiben, abends beim Ausgehen ständig eine Fluppe in der Hand. Rauchen macht süchtig, gerade, weil es so viele Gelegenheiten gibt, dieser Angewohnheit nachzugehen. Meist beginnt es in der Jugend und dann verfolgt einen die Gewohnheit für den Rest des Lebens. Oft hängt es davon ab, wie das Verhalten im sozialen Umfeld ist. Wenn Tabak in der Familie, bei Freunden oder bei der Arbeitsstelle normal sind, ist das Risiko wesentlich höher selbst anzufangen und dabei zu bleiben.

Obwohl es durch Tabak nicht wirklich zu einem Rausch kommt, hat Nikotin die Eigenschaft, das Belohnungszentrum des Gehirns zu stimulieren. Wer sich darauf einlässt, benötigt immer mehr davon, um ein Gefühl der Zufriedenheit zu erreichen.

Finanzielle Bürden für Raucher

Rauchern, die ans Aufhören denken, wird oft geraten, sich die ständigen Kosten vor Augen zu halten. Wer einmal wissen will, wie viel ihn seine Angewohnheit über das Jahr verteilt kostet und wie viel er sparen könnte, wenn er sich einschränken oder aufhören würde, kann sich die Zahlen problemlos online ausrechnen.

Die Ausgaben für den Tabak selbst sind allerdings nur ein Kostenfaktor. Wenn es nämlich um Versicherungen geht, kommen nochmal andere Summen ins Spiel. Denn die Versicherungsunternehmen stufen rauchende Kunden generell höher ein, als Nichtraucher. Klar, denn bei all den nachweislich vorhandenen Risiken sind gesundheitliche Mehrkosten vorprogrammiert.

Deutliche Mehrkosten bei Risikolebensversicherungen

Als Hauptverdiener einer mehrköpfigen Familie oder als Alleinerzieher ist es ratsam eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Diese sorgt dafür, dass im Falle eines plötzlichen oder unerwarteten Todes die Hinterbliebenen eine großzügige finanzielle Absicherung erhalten. Wenn es an die Berechnung der monatlichen Beiträge geht, wollen Versicherungen wissen, wie die generelle Verfassung der Versicherten ist und welche Risiken sie in ihrem Leben eingehen.

Raucher sind hier klar im Nachteil, aufgrund ihres erhöhten Sterberisikos legen Versicherer ihnen Aufschläge drauf. Je nach Versicherung kann es sein, dass sie im Vergleich zu Nichtrauchern das doppelte oder sogar dreifache an Beiträgen zahlen müssen. Ein Grund, deswegen keine Risikolebensversicherung abzuschließen ist das allerdings nicht. Denn Raucher laufen ja gerade aufgrund ihrer Angewohnheit Gefahr, frühzeitig zu sterben und ihre Angehörigen dadurch in finanzielle Nöte zu bringen.

Rechtzeitig Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Fast jeder Vierte wird irgendwann in seinem Arbeitsleben berufsunfähig. Das trifft Arbeiter und Büromenschen, Selbstständige und Angestellte gleichermaßen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Auch chronische Krankheiten, wie sie durchs Rauchen ausgelöst werden können, gehören dazu.

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, muss, genau wie bei der Risikolebensversicherung, eine Gesundheitsprüfung beziehungsweise Risikoprüfung absolvieren. Die Ergebnisse dieser Untersuchung fließen in die Berechnung der Beiträge ein. Auch hier müssen Raucher damit rechnen, wesentlich mehr zu zahlen.

Vorsorge bringt bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung große Vorteile. So ist es ratsam, diese bereits möglichst früh im Leben abzuschließen. Schon im Schulalter ist dies möglich, hier sind bei vielen Versicherungsunternehmen, wie zum Beispiel der LV 1871, die Risikoprüfungen vereinfacht, die Beiträge niedriger und in der Regel fallen bei Jugendlichen weder Zuschläge noch Leistungsausschlüsse an. Den eigenen Kindern rechtzeitig Schutz vor Berufsunfähigkeit zu ermöglichen, zahlt sich also langfristig aus. Umso besser, wenn sie im späteren Leben nicht zu Rauchern werden.

Ehrlichkeit bei der Gesundheitsprüfung ist Pflicht

„Klar habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Das habe ich schon tausendmal geschafft!“ Sich mit so einer Floskel aus der Auskunftspflicht zu stehlen, funktioniert leider nicht. Wer eine Versicherung abschließt, muss bei der Beschreibung seiner Lebenssituation ehrlich bleiben. Verschweigt jemand das Rauchen bei seiner Risikolebensversicherung, muss der Versicherer nach seinem Tod nicht zahlen.

Im schlimmsten Fall gehen die Nachkommen also leer aus und die Beitragszahlungen waren umsonst. Bei den meisten Versicherungen gilt man erst dann als Nichtraucher, wenn seit der letzten Zigarette mehr als zwölf Monate vergangen sind. Bei der Delta Direkt, der Risikolebensversicherungstochter der LV 1871, gilt als Nichtraucher, wer vor Versicherungsabschluss zehn Jahre lang nicht geraucht hat. Wer erst nach Versicherungsabschluss beschließt, mit dem Rauchen anzufangen, ist üblicherweise auch in der Pflicht, dies seinem Versicherer mitzuteilen. Konsumenten von E-Zigaretten und Vapern müssen sich ebenfalls als Raucher einstufen lassen, wenn sie dabei das Nervengift Nikotin konsumieren.

Aufhören zahlt sich aus

Es gibt also genug Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören – sowohl gesundheitliche, als auch finanzielle. Vielleicht sind Gedanken an die finanzielle Absicherung der eigenen Kinder oder an einen bezahlbaren Schutz vor Berufsunfähigkeit genügend zusätzliche Anreize, die Zigarettenpackung in den Müll zu werfen.

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