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Viele junge Menschen haben ein iPhone, finden Tesla toll, essen gern Magnum Eis oder lieben Becks Bier. Aber bei der Altersvorsorge hört das Markenbewusstsein vieler Menschen unter 20 auf. Schade eigentlich, findet unsere Experte Tobias Bierl, und hat einige Spartipps für junge Leute.

„Hast du ein iPhone? Stehst du auf Chucks von Converse? Liebst du Netflix?“ Kannst Du diese Fragen (die Konsumhersteller sind auch beliebig austauschbar) mit ja beantworten, dann fragen wir unsere jungen Kunden, wieso Marken keine zentrale Rolle in ihrer Altersvorsorge spielen.

Spartipp: Anlegen, nicht auf klassische Zinsen warten

Jeder von uns kommt täglich mit einer Vielzahl von Unternehmen in Berührung, welche wir mit Umsatz versorgen, was letztendlich bei gut geführten Unternehmen auch zu Gewinnen führt . Dafür gibt es unzählige Beispiele. Aber auch wenn wir krank werden und zum Arzt gehen, stellt jemand die Medikamente her. Auf dem Weg dazu haben wir entweder ein Auto, ein Fahrrad oder die Bahn benutzt. Dieses Fortbewegungsmittel haben wiederum Unternehmen hergestellt. In der Mittagspause geht man zu McDonalds oder auch zum Lieblingsitaliener. Ersteres Unternehmen ist an der Börse gelistet, zweiteres bezieht sicherlich Zutaten oder Arbeitsmittel von einem börsennotierten Unternehmen. Wir konsumieren jeden Tag und sorgen für steigende Umsätze bei Firmen und Unternehmen, haben aber eine panische Angst davor, uns daran zu beteiligen.

Dass die später zu erwartende Rente aufgrund der Demografie – wir werden immer älter und weniger junge Leute kommen nach – nicht gerade üppig ausfallen wird, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Dass so etwas wie eine „Kapitallebensversicherung“ vielleicht noch ein Relikt von den eigenen Eltern war, leuchtet den meisten mittlerweile ebenfalls ein. Das Zinsniveau ist niedrig und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Länger, als wir uns das vielleicht vorstellen können. Haben früher Staatsanleihen eine konstante Rendite gebracht, so gibt es mittlerweile praktisch flächendeckend Negativzinsen auf das angelegte Kapital. Das bedeutet:  Man bekommt weniger zurück, als man eingezahlt hast.

Als Azubi oder Student mit der Altersvorsorge starten

Junge Leute haben nun also das Problem, dass sie etwas für eine private Altersvorsorge machen müssen, aber die früheren Klassiker nicht mehr gelten. Es ist also wichtig, neue Wege zu finden. Der größte Pluspunkt, den junge Menschen haben, ist die Zeit. Wer früh startet, kann bei der privaten Altersvorsorge die Zeit für sich arbeiten lassen und in Unternehmen investieren –  und zwar schon als Azubi oder Student.

Jetzt werden einige sagen: Aber im Jahr 2000 gab es den großen und langwierigen Crash mit der Dotcom-Blase. Als man sich wieder erholt hatte, folgte im Jahr 2008 die Finanzkrise. Aktien und die Beteiligung an Unternehmen sehen viele als Zockerei an, als sprichwörtliches „Casino“.

Wir sagen: Unternehmensanteile schwanken – das stimmt. Langfristig glätten die Kurssteigerungen aber die Kurse. Es gibt nur einen Weg und dieser ist nach oben. Nicht linear, sondern mit starken Abschwüngen, aber auch wieder Steigerungen.

Geld anlegen für die eigene Rente

Unternehmen sind innovativ und passen sich neuen Umständen an. Wenn man auf die letzten 150 Jahre schaut, stellt man fest: Wie viele schreckliche Krisen hat die Menschheit überstanden? Jedes Mal gingen die Welt und somit auch die Unternehmen verstärkt hervor.

Blicken wir mal auf die zehn größten Unternehmen im bekannten „MSCI World ETF“. Ein ETF oder auch Exchange Traded Fund, ist ein an der Börse gehandelter sogenannter Indexfonds. Er bildet die Wertentwicklung bestimmter Indizes ab. Einer der bekanntesten Indizes ist der DAX, das Aktienbarometer der deutschen Wirtschaft. Der MSCI World Index funktioniert ähnlich wie der Dax nur eben auf globaler Ebene. Er bildet die Wertenwicklung von Unternehmen aus insgesamt 23 Industrieländern ab. Der MSCI World ETF umfasst unter anderem Unternehmen wie: Apple, Microsoft, Amazon, Facebook, Alphabet (Google), Tesla, Johnson & Johnson, JP Morgan, Nvidia oder Visa.

Den Großteil der Unternehmen hast Du sicherlich schon mal gehört. Denkst Du, dass es diese Unternehmen in zehn, 20 oder 30 Jahren noch gibt und die Produkte weiterhin gefragt sind? Warum lässt Du somit nicht Tausende von Mitarbeitern für Deine persönliche Altersvorsorge „arbeiten“? Ja, auch so sollte man es sehen. Viele Personen arbeiten für Dich, damit Du später Deine Rentenlücke schließen kannst.

Ein Versicherungsmantel ist oft flexibler als ein Fondsdepot

Es ist auch nicht unbedingt so, dass für die Investition in Aktienfonds und ETFs ein Depot bei einer Bank benötigt wird. Oftmals ist sogar die Anlage in einem Versicherungsmantel günstiger. Zum einen können Anleger schon ab einem geringen Beitrag in viele verschiedene Fonds und ETFs investieren, auf der anderen Seite sind zwischenzeitliche Gewinne und ein Tausch der verschiedenen Fonds steuerunschädlich. Anders als in einem Depot fällt keine Abgeltungssteuer von rund 28 Prozent an. Der Zinseszins-Effekt kommt der Versicherungslösung zu Gute und in der Auszahlphase gibt es den kostengünstigeren Ertragssteueranteil.

Mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung hast Du später auch die freie Wahl, ob Du Dir das angesparte Kapital einmalig auszahlen lässt oder lieber eine lebenslange monatliche Rente möchtest. Ein Depot über eine Bank kann Dir das „Langlebigkeitsrisiko“ also nicht abnehmen.

Wir sollten neue Wege gehen in der privaten Altersvorsorge. Besonders junge Leute können die Zeit für sich spielen lassen. Somit kann eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantie einen festen Bestandteil der privaten Altersvorsorge darstellen. Sieh nicht nur das „langweilige“ Wort Versicherung, sondern sei Dir bewusst, dass Du schon ab einem monatlichen Sparbetrag von 25 Euro in viele verschiedene tausend Unternehmen investieren kannst. Die Beiträge sind flexibel anpassbar.

Über Tobias Bierl

Tobias Bierl ist im Hause der Finanzberatung Bierl für die Sparte der Biometrischen Absicherung und insbesondere der Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig. Die Beratung und Vorgehensweise erfolgt immer sehr praxisorientiert statt großem Fachchinesisch. Auf ihrer Internetseite unter finanzberatung-bierl.de gibt es immer wieder Einblicke in die tägliche Arbeit eines Versicherungsmaklers. Auch in Fachzeitschriften ist er ein gern gesehener Schreiber. Die Beratung von seinen Interessenten erfolgt auch Dank der Digitalisierung deutschlandweit.

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