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Fast täglich sind wir mit neuen Herausforderungen im Joballtag konfrontiert. Dabei können wir uns nicht immer auf das einmal während der Ausbildung oder im Studium erworbene Wissen verlassen. Wenn wir unseren Job gut machen wollen, müssen wir uns weiterentwickeln und unsere Fähigkeiten regelmäßig erweitern.

Auch für Unternehmen ist es wichtig, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen stetig neue Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu geben, um sie ans Unternehmen zu binden. „In Vorstellungsgesprächen fragen uns inzwischen Bewerberinnen und Bewerber zunehmend nach Weiterbildungsmöglichkeiten“, weiß Thomas Krüer, Personalleiter bei der LV 1871. „Für uns ist das kein Zeichen von fehlender Kompetenz, sondern viel mehr ein Signal dafür, dass sie großes Interesse daran haben, ihr Wissen stetig zu erweitern. Das begrüßen wir sehr. Denn die Versicherungsbranche ist permanenten Veränderungen unterworfen. Da braucht es Kolleginnen und Kollegen, die von sich aus motiviert sind, sich weiterzubilden.“ Unternehmen tun also gut daran, ihre Training-on-the-Job-Angebote regelmäßig zu erweitern.

Das belegen auch Untersuchungen: In einer Studie, die amerikanische Forscher vor einigen Jahren durchgeführt haben, gaben 80 Prozent der Befragten an, dass sie zufriedener in ihrem Job wären, wenn es zusätzliche Trainingsangebote gäbe. Die Möglichkeiten zur Weiterbildung sind heutzutage sehr vielfältig. Sie reichen von E-Learningkursen über Workshops und Seminare bis hin zu einer Kombination aus beidem.

Training on the Job heißt Learning by Doing

Eine Form der Weiterbildung ist das sogenannte Training-on-the-Job. Im Grunde bedeutet Training-on-the-Job nichts anderes als Learning by Doing. Die Lernenden werden unter Anleitung eines erfahrenen Kollegen, einer Trainerin, Coach oder Führungskraft in ein neues Aufgabengebiet eingeführt. Durch gezieltes Nachfragen und konkrete Aufgaben kann das erworbene Wissen gleich in der Praxis angewendet werden.

Damit ist der Lerntransfer von Theorie zur Praxis unmittelbar sichtbar. Das neu erworbene Wissen wird deutlich besser im Gehirn gespeichert als rein theoretisch erworbene Kenntnisse. Für Berufseinsteiger mag sich das Training-on-the-Job manchmal wie ein Sprung ins kalte Wasser anfühlen, für Menschen, die schon länger im Job sind, ist es häufig eine willkommene Abwechslung und Erweiterung der Aufgaben. Und: Es kann durchaus als Vorbereitung für eine Führungsrolle gesehen werden.

Während Berufsausbildung oder Studium in Deutschland weitgehend einheitlich geregelt sind, gibt es beim Training-on-the-Job dagegen kaum feste Vorgaben. Die Lerninhalte sind abhängig vom Unternehmen und vom Lernziel.

Instrumente und Methoden für Training on the Job

Für die Weiterbildung per Training-on-the-Job können verschiedene Methoden und Instrumente zum Einsatz kommen:

  • Bei Job-Rotation wechseln Lernende regelmäßig oder einmalig den Arbeitsplatz und eignen sich so einen Überblick über die Arbeit in anderen Abteilungen und damit im gesamten Unternehmen an. Job-Rotation kommt häufig im Rahmen von Traineeprogrammen zum Einsatz. Darunter fallen auch Hospitationen und Auslandseinsätze. Gerade letztere können in internationalen Unternehmen eine Vorbereitung auf eine Beförderung sein.
  • Job-Enlargement ist eine Erweiterung der bestehenden Aufgaben mit einem ähnlichen Maß an Verantwortung. Dabei werden Aufgaben, die bisher mehrere Personen übernommen haben bei einer Person zentral zusammengeführt. Damit dehnt sich deren Aufgabenfeld – und auch das Wissen der Verantwortlichen – weiter aus.
  • Beim Job-Enrichment werden den Lernenden häufig neue Aufgaben und damit auch mehr Verantwortung übertragen. In den meisten Fällen geht dieser Form der Weiterbildung zunächst eine Phase voraus, bei der sich die Lernenden anderweitig zusätzliches Wissen angeeignet haben.
  • Die LV 1871 hat beispielsweise in den vergangenen Jahren ein sogenanntes Corporate Influencer Programm auf den Weg gebracht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen, die affin für soziale Medien sind, nutzen einen Teil ihrer Arbeitszeit um auf verschiedenen Social-Media-Kanälen über ihren Arbeitsalltag zu berichten. Damit übernehmen sie – zusätzlich zu ihren fachlichen Aufgaben – die Rolle als Kommunikatoren für das Unternehmen und helfen so, das Versicherungsunternehmen sichtbarer und persönlicher zu machen. Dafür erhalten die LV 1871 Corporate Influencer ein umfangreiches Schulungsprogramm, zum Beispiel zu den Funktionalitäten der sozialen Medien, zur Erstellung von Inhalten, aber auch zu rechtlichen Aspekten.

Coaching- und Mentoringprogramme nehmen zu

Eine weitere Form der Weiterbildung-on-the-Job, die immer mehr Verbreitung findet, sind Coachings oder Mentorings. Dabei unterstützt ein erfahrener Kollege oder externer Coach die Lernenden dabei, eigene Lösungswege für Probleme zu finden. Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching ist der Wille der Mitarbeitenden, sich auf das Coaching einzulassen. Coachings kommen bei Konfliktlösungen oder Führungsproblemen zum Einsatz. Vor allem sind sie aber inzwischen eine Möglichkeit zur individuellen Leistungssteigerung und zur persönlichen, ganzheitlichen Weiterentwicklung.

Ein Training-on-the-Job in Projektgruppen bietet sich für Mitarbeitende an, die befördert werden sollen oder die schon länger eine bestimmte Position begleiten, für die sie aber im Laufe der Zeit überqualifiziert sind. „Für uns hat die Projektarbeit mehrere Vorteile“, erläutert Thomas Krüer die Herangehensweise der LV 1871. „Durch die unternehmensweite Zusammenarbeit erhalten die Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zum Austausch im gesamten Unternehmen. Sie können ihre Projektmanagement- und Führungskompetenzen erweitern und sammeln praktische Erfahrungen in der agilen Welt. Denn all unsere Projekte werden nach agilen Methoden bearbeitet.“

Vor- und Nachteile: Schnelles Praxiswissen vs. Work-Life-Balance

Sicherlich gehört die Praxisnähe zu den wichtigsten Vorteilen bei Weiterbildung-on-the-Job. Das neu gelernte Wissen kann sofort im Alltag umgesetzt werden. Der Kontakt zu den anderen Teammitgliedern bleibt ebenso erhalten wie die Einbindung ins Tagesgeschäft. Training-on-the-Job funktioniert für alle Hierarchiestufen und kann relativ kurzfristig aufgesetzt werden.

Das vermittelte Wissen bei der On-the-Job-Weiterbildung ist sehr speziell auf die Bedürfnisse im Unternehmen zugeschnitten, allerdings wird dadurch gelegentlich der theoretische Unterbau ausgeblendet und auch der Blick über den Tellerrand in anderen Unternehmen fehlt zumeist. Hinzukommt: Wer sich quasi neben der normalen Tagesarbeit weiterbildet und zusätzliche Aufgaben übernimmt, kann schnell in Stress geraten. Umso wichtiger ist es deshalb, Stressfaktoren zu minimieren und bewusst Pausen und freie Zeit für Erholung einzuplanen.

 

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