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Flüsse sind die Lebensadern unserer Erde. Kaum ein Naturgebiet hat in unseren Breitengraden eine solche Fülle an Tieren und Pflanzen zu bieten. Selbst in dicht bebauten Städten sind Flüsse eine natürliche Ablenkung vom urbanen Stress, Lärm und Abgasen. Warum also nicht mehr Zeit in diesem Naherholungsgebiet verbringen?

Hausboote lassen einen für eine Weile Teil des Flusses werden. Hier kann man die Landschaft einmal von einer ganz anderen Seite als von Straßen oder Wanderwegen aus betrachten. Hausboote eignen sich dafür, einen Fluss in seinem ganz eigenen Tempo zu durchfahren und dabei neue Gegenden zu erkunden. Oder man bleibt an einer Anlegestelle am Ufer und lässt das Wasser einfach vorbeitreiben. Hausboote lassen sich für kurze Zeit mieten, können als Feriendomizil dienen und manche Menschen haben ihr Hausboot sogar zu ihrem festen Wohnort gemacht.

Die Kapitänin Karin Kneißl von Ruff-Bootsreisen vermietet seit Jahren Hausboote an Paare, Freundesgruppen und Familien. Was ihr an dieser Reiseform gefällt? „Ich liebe es nach Lust und Laune durch die Natur zu schippern! Es ist die Reise- und Abenteuerlust, am Morgen nicht genau zu wissen, wo man am Abend landet. Es ist das Gluckern des Wassers gegen die Bordwand, das Vogelgezwitscher beim Aufwachen, das Frühstück in der Morgensonne an Deck – genauso wie der gute Schluck Wein in der Abenddämmerung, die gemeinsame Zeit an Bord mit lieben Menschen und so viel mehr.“

Die verschiedenen Hausboot-Typen

Grundsätzlich sind Hausboote für Binnengewässer zugelassene Motorboote. Was ihre Bauweise und Ausstattung angeht, reichen sie vom Stil kleiner Fischerboote bis hin zu opulenten Motoryachten. Damit man dort für einige Zeit autark leben kann, müssen diese Boote mit Frischwasser- und Abwassertanks ausgestattet sein, sowie über Schlaf- und Wohnräume verfügen.

Dann gibt es noch die Schwimmhäuser, auch Floating Homes genannt. Diese haben oft keinen eigenen Antrieb und sind fest an einem Anlegeplatz verankert. Bewegen lassen sie sich nur mit einem Schlepperboot. Dafür können sie geräumiger als fahrende Hausboote und wie eine vollwertige Wohnung ausgestattet sein.

Im Hafen liegen zwei Hausboote nebeneinander

Die Energieversorgung von Hausbooten und Floating Homes funktioniert in der Regel über einen Landstromanschluss, bei dem Kabel an das Stromnetz angeschlossen werden. Während der Fahrt können Dieselmotoren und Generatoren für zusätzliche Energie sorgen. Auch Solarzellen können zur Unterstützung installiert werden. Frischwasser wird über einen Schlauch dem Tank zugeführt – bei verankerten Floating Homes müssen feste Verbindungen zum Kanalsystem bestehen. Für Abwasser gibt es in deutschen Häfen spezielle Abpumpanlagen – wenn es in Gewässer außerhalb geht, muss man sich im Voraus informieren, wo es entsprechende Abwasserpumpen gibt.

Urlaub auf dem Hausboot – stressfrei auch für Neulinge?

Wer eine Auszeit in der Natur mit einem kleinen Abenteuer verbinden möchte, hat die Möglichkeit, ein Hausboot zu mieten. Das geht in vielen Orten auch ohne Bootsführerschein. In Deutschland ist dies auf der Mecklenburgischen Seenplatte möglich. Hier reicht ein Charterschein aus, den man schon nach einer dreistündigen Einweisung erhält. Wenn es ins europäische Ausland gehen soll, empfiehlt Kapitänin Kneißl für den ersten Hausbooturlaub die Saône in der französischen Region Burgund: „Das ist ein ruhiger, träger und schöner Fluss mit kaum Tourismus und nur wenigen Schleusen.“ Weitere Traumstrecken gibt es etwa in Südfrankreich, Italien und Holland – jedes Fahrgebiet hat da seinen eigenen Reiz.

Aber auch, wenn es rechtlich nicht erforderlich ist, ist ein kurzer Lehrgang empfehlenswert. „Wir bieten Tageskurse für Hausbootneulinge an, weil wir der Meinung sind, dass es ohne jegliche Vorkenntnisse schwierig und stressig ist zu starten. Gute Einweiser üben alle wichtigen Manöver und erklären in Ruhe, worauf es ankommt. Ich denke, eine große Herausforderung dabei ist es, zu verinnerlichen, dass ein Boot anders reagiert, als ein Auto, und zu lernen, wie ich es rückwärts in eine Lücke manövriere.“, so Kneißl.

Eigenheim auf dem Wasser – lohnt es den Aufwand?

Teure Mietpreise in den Städten, der Wunsch nach Abgeschiedenheit, die Leidenschaft zur Bootsfahrt: Gründe, warum man sich für ein Leben auf dem Fluss entscheidet, sind vielfältig. Das Leben auf dem Hausboot kann eine idyllische Wohnalternative mit vielen Vorzügen sein – ist aber auch mit Herausforderungen und Schwierigkeiten verbunden. So kann man ein kleines Hausboot oder schwimmendes Haus vermeintlich günstig erwerben, darf aber nicht die laufenden Kosten dabei vergessen. So muss ein Boot regelmäßig gewartet werden und es fallen häufig Reparaturen an. Denn auch, wenn man es an einem Platz lässt, verschleißt das Boot, da es ja ständig im Wasser liegt. Dazu kommen Versicherungen, Liegeplatzgebühren und Kosten für Strom, Wasser und Abwasser.

Kosten, technischer Aufwand und Bürokratie können einem den Ausblick auf ein eigenes Hausboot ein wenig trüben. Aber wer bereit ist, diese Hürden auf sich zu nehmen, kann den Traum vom Leben auf dem Wasser durchaus Wirklichkeit werden lassen und sein eigener Kapitän werden.


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