1 Suchergebnisse gefunden

Die Hochzeit zählt zu den schönsten Ereignissen im Leben: An diesem Tag präsentiert sich das Liebespaar ihren besten Freunden und Familien – und unterstreicht die Zuneigung füreinander mit dem Eheschluss. Ein großer Tag, der viele zu organisatorischen Höchstleistungen treibt: Riesige Veranstaltungsräume werden gemietet, ein großes Buffet bestellt, Kleid und Anzug gekauft und dutzende, wenn nicht hunderte Einladungen verschickt. All das kostet viel Geld, Zeit und Energie – umso ärgerlicher, wenn dann die Hochzeit ins Wasser fallen muss.

Und daran müssen nicht unbedingt nur verlorene Gefühle verantwortlich sein: Auch Unfälle, überraschende Todesfälle im nächsten Freundeskreis oder wie aktuell die Corona-Pandemie kann die eigene Hochzeitsplanung empfindlich stören. Und dann müssen die Betroffenen schnell handeln.

Kommunikation ist der Schlüssel

Es mag ironisch klingen, aber was für eine Beziehung gilt, trifft ebenso auch auf die Absage einer Hochzeit zu: Kommunikation ist alles – in diesem Fall zuerst mit den eingeladenen Gästen, die womöglich bereits ihre Anreise gebucht und sich bei Hotels angemeldet haben. Auch wenn es weh tut: Jedem einzelnen Gast sollte abgesagt werden, sobald die Hochzeit definitiv ins Wasser gefallen ist. Das Geld für die bereits verschickten Einladungen lässt sich zwar nicht wieder zurückholen, doch ist es nur fair und wichtig, die Gäste über den neuesten Stand zu informieren.

Ist das geschafft, folgt der nächste, meist nicht minder schwere Schritt: Die Absagen für alle externen Organisatoren und Veranstalter, die bei der Planung der Hochzeit mitgeholfen haben. Dazu gehören nicht nur die Fotografen und Buffet-Küchen, sondern auch die Vermieter der Räumlichkeiten, in denen die Hochzeit geplant war. Die Liste ist lang. Die Betroffenen sollten sich am besten mit einer To-Do-Liste durch die Absagen arbeiten, die nun erteilt werden müssen. Für die Organisatoren ist das meist ebenso ärgerlich wie für das vermeintliche Brautpaar, immerhin müssen nun auf Einnahmen verzichtet und Planungen umgeworfen werden. Doch es gibt – leider – noch mehr Gründe für Sorgenfalten: Die Kosten, auf denen die einst Heiratswilligen nun möglicherweise sitzen bleiben.

Eine abgesagte Hochzeit wird teuer

Es lässt sich kaum beschönigen: Wer eine Hochzeit absagt, spart kein Geld, sondern bleibt in den meisten Fällen auf einem Berg Unkosten sitzen. Denn grundsätzlich gilt: Wer eine Hochzeit absagt, muss gebuchte Fotografen, Veranstaltungsräume, das Buffet und weitere Bestandteile der Feierlichkeiten voll bezahlen – außer mit den Vertragspartnern wurde im Vorfeld eine Absprache getroffen und vertraglich festgehalten.

Und das kann sich nun auszahlen: Wer an eine entsprechende Regelung gedacht hat, kann nun zumindest einen Teil des ursprünglich bezahlten Geldes zurückverlangen – den vollen Betrag gibt es aber leider nie erstattet. Ob diese Option verfügbar ist, hängt dabei ganz von den Vertragspartnern ab, die frei entscheiden können, ob sie entsprechende Klauseln zulassen oder ablehnen.

Unabhängig davon haben Heiratswillige, die für jeden Fall gewappnet sein wollen, die Möglichkeit, bei einer Versicherungsgesellschaft ihrer Wahl eine sogenannte „Hochzeitrücktrittsversicherung“ abzuschließen. Die funktioniert genauso wie die namensverwandte Reiserücktrittsversicherung: Wer bis vor einem bestimmten Zeitraum vor dem eigentlichen Hochzeitstag die Feierlichkeiten absagen will, bekommt einen Mindestsatz zurückerstattet – je nach Versicherung und Vertrag ein beträchtlicher Teil des investierten Budgets. Das kann sich lohnen, aber nur, wenn die Gründe für die Absage bestimmte Bedingungen erfüllen.

Auf die Begründung kommt es an

Die Versicherungen schauen ganz genau hin, welche Begründung das Ex-Hochzeitspaar für ihre Absage angibt: Wer die Gefühle zueinander verloren hat, genießt in der Regel keinen Versicherungsschutz, anders hingegen ist es bei triftigen Gründen. Zu diesen zählen grundsätzlich ein plötzlicher Todesfall im engsten Familienkreis, eine überraschende Schwangerschaft der Braut, erheblicher Schaden am Privateigentum, plötzliche Arbeitslosigkeit, ein schwerer Unfall oder ähnliche Umstände, die massiv in das Zusammenleben des Paares eingegriffen haben. Wer einen solchen Grund angeben – und auch beweisen – kann, darf den vollen Versicherungsschutz genießen.

Ganz klar ist dennoch: Wer eine riesige Hochzeit plant, geht auch große Risiken ein, wenn die Veranstaltung schließlich doch unerwartet platzen sollte. Diesem Worst Case kann im Grunde nur auf eine Weise zuvorgekommen sein – und der liegt immerhin gerade im Trend: Mini-Hochzeiten im kleinen Kreis.

Die Hochzeit im engsten Kreis oder vielleicht sogar ganz ohne Familie und Freunde hat gleich mehrere Vorteile: Das Paar spart Kosten bei der Planung, riskiert weniger Geld bei einer eventuellen Absage oder Verschiebung – und hat nicht zuletzt den hoffentlich schönsten Tag des Lebens zu zweit, nur für sich. Und das ist etwas, worüber es sich lohnt, zumindest einmal nachzudenken.

Mehr Infos zum Thema Absicherung und Sparen

Schütze, was dir wichtig ist: Warum eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein kann

Zwischen Sorge und Vertrauen: Wie Eltern ihre Kinder schützen können

Ratgeber: Sparen für Kinder, Enkelkinder und Patenkinder

Friedweinberge: Bestattet unter Weinreben

An bislang drei Orten können sich Menschen hierzulande als Alternative zum gewöhnlichen Grab unter Weinstöcken beerdigen lassen. Ein Überblick über die Friedweinberge in Deutschland....
Weiterlesen

Ein Friedhof aus Bausteinen – Macht Bestattungs-Spielzeug Sinn?

Der Wiener Zentralfriedhof verkauft Spielzeug zu den Themen Tod und Bestattung. Ist das pietätlos oder kann es dabei helfen, Kindern den Tod nahezubringen?...
Weiterlesen

Die ältesten Menschen der Welt

Es gibt nur wenige Menschen, die einen dreistelligen Geburtstag erreichen. Einige der weltweit berühmtesten Altersrekordhalter stellen wir im Artikel vor....
Weiterlesen

Die Angst in der Krise

Angst steckt in unseren Genen. Kein Mensch ist frei von Angst. Wir wollen uns der Angst in Krisenzeiten nähern. Was ist Angst, wie zeigt sie...
Weiterlesen

Jahrhundertealte Tradition – Die Totengilde von Holm

Im Fischerdörfchen Holm in Schleswig-Holstein hat sich seit dem Mittelalter eine besondere Totenkultur bewahrt....
Weiterlesen
weitere Artikel laden...

Immunsystem im Winter – 10 Tipps für stärkere Abwehrkräfte

Menschen kommen unterschiedlich gut durch die kalten Monate. Das Immunsystem lässt sich hierfür durch eine gesunde Lebensweise stärken...
Weiterlesen

Small Talk im Büro – Immer eine gute Idee?

Einer der Vorteile von Büroarbeit ist es, sich ständig mit Kollegen austauschen zu können. Klar, dass es auch mal privat wird. Aber wann ist es...
Weiterlesen

Die Geschichte hinter dem Oktoberfest

Dieses Jahr ist alles anders. Maske, Abstand, Hygiene-Regeln und Veranstaltungsabsagen. Genau einer solchen Absage ist auch das größte Volksfest der Welt zum Opfer gefallen, das...
Weiterlesen

Fettnäpfchen im Vorstellungsgespräch – diese sieben Fehler lassen sich vermeiden

Schon eine Kleinigkeit kann im Bewerbungsgespräch manchmal die Chance auf eine Stelle kosten. Eine gute Vorbereitung ist daher unerlässlich....
Weiterlesen

Mehr als nur eine Frage der Gesundheit: Warum Rauchen schädlich ist

Rauchen ist nicht mehr "in", aber trotzdem greifen noch immer Hunderttausende in Deutschland regelmäßig zur Zigarette - und schießen sich ein doppeltes Eigentor: Gesundheitlich, aber...
Weiterlesen
weitere Artikel laden...