Das Leben in einer WG macht zwar richtig viel Spaß, kann aber auch ganz schön anstrengend werden, wenn sich die Beteiligten nicht an bestimmte WG-Regeln halten. Chaos in der Küche, Haare in der Dusche, eine schmutzige Toilette, Klamotten, die überall herumliegen – wie kann man Konflikte und Streit von vornherein verhindern? Ganz einfach: Indem man gemeinsam ein paar WG-Regeln aufstellt, an die sich alle halten müssen. Dann kann das Leben in der WG nämlich richtig, entspannt und cool sein.

Was ist eine WG? Und was sind WG-Regeln?

Die Abkürzung WG steht für Wohngemeinschaft. Mehrere Leute ähnlichen (oder unterschiedlichen) Alters ziehen in einer Wohnung oder in einem Haus zusammen und bilden eine Wohngemeinschaft. Eine WG, also eine Wohngemeinschaft ist eine besonders beliebte Form des Zusammenlebens bei Studenten, um Kosten zu sparen. Aber auch ältere Leute greifen auf diese Möglichkeit zurück, um Kosten einzusparen und der Einsamkeit aus dem Weg zu gehen.

Die wichtigsten WG-Regeln

  1. Verantwortungen klar aufteilen
  2. Probleme offen ansprechen
  3. Putzplan erstellen
  4. Privat- und Intimsphäre wahren
  5. Regeln einhalten
  6. Eine WG-Kasse für gemeinsame Ausgaben erstellen
  7. Die Essensfrage klären
  8. Ordnung halten

Es gibt einige WG-Regeln, die den Alltag erleichtern.

1. Wer ist wofür verantwortlich?

Zuallererst einmal sollten sich die Beteiligten zusammensetzen und sich klarmachen, wer für was verantwortlich ist. Das ist eine der wichtigsten WG-Regeln: Organisatorische Dinge wie die Miete, Stromversorgung, Internet etc. sollten gerecht aufgeteilt werden.

Ebenfalls muss geklärt werden, wer wofür finanziell aufkommt, wenn mal etwas kaputtgeht. Das gilt zum Beispiel für Elektrogeräte oder Möbel, die von allen Beteiligten genutzt werden. Alle sollten sich einverstanden erklären, im Zweifelsfall ihren Anteil daran zu bezahlen.

2. Probleme offen ansprechen!

Leider neigen viele Menschen dazu, Probleme oder Konflikte nicht offen anzusprechen, sondern vielmehr in sich hineinzufressen. Das kann gerade in einer WG unangenehm enden. Denn woher soll Mitbewohner A wissen, dass Mitbewohner B sich über seine Angewohnheiten permanent aufregt, wenn dieser es ihm nicht sagt? Alle Dinge gehören in einer WG auf den Tisch – auch wenn es manchmal unangenehm sein kann oder überwindung kostet.

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3. Putzplan erstellen

Unstimmigkeiten ergeben sich in WGs erfahrungsgemäß meistens aufgrund der Sauberkeit. Jeder hat ein anderes Verständnis von Sauberkeit und Ordnung und jeder hat individuell eine unterschiedliche Schmerzgrenze in Bezug auf die Hygiene. Genau das macht ein Zusammenleben oftmals auch so schwierig. Gerade deshalb ist es wichtig, einen Putzplan zu erstellen, in dem genau festgehalten wird, wer welche Aufgabe hat und wann erledigen sollte. Dieser Plan ermöglicht es den anderen Mitbewohnern dann auch, den Verantwortlichen darauf anzusprechen, falls er seiner Aufgabe nicht nachgekommen ist.

4. Privat- und Intimsphäre wahren

Eine gute WG steht und fällt nicht nur mit Ordnung, Finanzen oder einem Putzplan. Wichtig ist es auch, die Privatsphäre der anderen zu respektieren. Dazu gehören für alle Beteiligten Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme. Jeder hat das Recht auf seinen persönlichen Bereich und die anderen Mitbewohner sollten dies respektieren und nicht etwa einfach ins Zimmer kommen – auch dann nicht, wenn der Mitbewohner gar nicht zu Hause ist. Das ist ein No-Go! 

Wer Besuch in seinem Zimmer empfängt, sollte sich daran halten, dass derjenige auch wirklich nur zu Besuch bleibt und dass sich die Geräusche im Rahmen halten. ​

5. Wie ist das mit dem Essen?

Auch beim Thema Essen kann es zu Konflikten in der WG kommen.Auch hier sollten klare WG-Regeln aufgestellt werden. Gibt es zum Beispiel im Kühlschrank Produkte, die von jedem genutzt werden können? Wer sorgt dann für Nachschub? Bekommt jeder ein eigenes Fach im Kühlschrank, welches von den anderen Mitbewohnern unangetastet bleibt? Wenn permanent Essen fehlt, sorgt das natürlich für Unmut.

Außerdem sollte festgelegt werden, welche Lebensmittel gemeinsam genutzt und dann auch bezahlt werden und wer was für sich selbst behalten will.

6. Sich an Regeln halten?

Regeln sind normalerweise dazu da, dass man sie einhält. Zugegebenermaßen, das eine oder andere Mal werden sie eben auch gebrochen, das ist ein Stück weit normal. Was aber passiert, wenn einer der Bewohner die WG-Regeln immer wieder missachtet? Dann kann gemeinsam überlegt werden, welche Konsequenzen es gibt. Zum Beispiel muss derjenige dann 5 Euro in eine Gemeinschaftskasse stecken, deren Inhalt allen zugutekommt.

7. WG Kasse

Apropos Kasse: Eine WG-Kasse ist immer sinnvoll, denn daraus könnten zum Beispiel anfallende Gemeinschaftskosten wie Toilettenpapier, Spülmittel etc. bezahlt werden. Nur: Wer verwaltet die Kasse? Auch das sollte vorher festgelegt werden, genauso wie der Betrag, den jeder monatlich einzahlen muss. So springt sicherlich auch mal eine Pizza für alle Beteiligten raus.

8. Die Sache mit der Ordnung

Auch die Ordnung sollte bei WG-Regeln eine große Rolle spielen.Ordnung ist das halbe Leben – nur manche legen eben mehr Wert auf die andere Hälfte. Es ist für jemanden mit kaum oder wenig Ordnungsbewusstsein tatsächlich schwierig, sich an bestimmte Regeln zu halten. Dennoch sollte sich jeder, der in einer WG wohnt, an die eigene Nase fassen und an sich arbeiten. Wie es im privaten Zimmer aussieht, kann den anderen egal sein. In den Gemeinschaftsräumen aber sollte eine gewisse Grundordnung herrschen. Ständig Dinge liegenzulassen, das muss in einer WG nun wirklich nicht sein, weil es bei den ordnungsbewussteren Mitbewohnern verständlicherweise für Unmut sorgt.

Zugeben: ganz einfach ist es nicht, ein harmonisches Leben in der WG, aber wenn vorher genaue WG-Regeln aufgestellt werden und sich alle Beteiligten auch wirklich daran halten, dann bedeutet eine WG viel Spaß, Zusammenhalt, Kommunikation, gegenseitige Hilfe, Partys – alles in allem also ein aktives WG-Leben, welches sich prima zusammen gestalten lässt.

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