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Jeder, der einer regelmäßigen Arbeit nachgeht, kann Opfer des Burnout-Syndroms werden. Dieses Leiden wird durch chronischen Stress am Arbeitsplatz ausgelöst und kann zum körperlichen oder geistigen Zusammenbruch führen.

Die Symptome können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, aber generell wird das Burnout-Syndrom definiert durch ständige Erschöpfungs- und Ermüdungsgefühle – dem Ausgebranntsein – geistige Distanziertheit und negative Empfindungen der Arbeit gegenüber. Die Effizienz bei der Arbeit lässt nach, bis man in seinem Beruf kaum noch funktioniert. Anders als beim normalen Alltagsstress verschwinden diese Symptome nicht, wenn man die Stresssituation verlässt, sondern bleiben konstant bestehen, selbst wenn man versucht sich zu entspannen.

Burnout kommt nicht von heute auf morgen, sondern überkommt einen schleichend und stufenweise. Betroffene konzentrieren sich in den ersten Stufen der Überarbeitung auf Leistungserfüllung im Beruf und weniger auf ihr eigenes Wohlbefinden.

Deshalb merken sie oft erst in den kritischen Phasen, dass etwas mit ihnen ganz und gar nicht mehr stimmt. Wenn der Arbeitsplatz die Ursache schwerer psychischer Probleme ist, kann es sein, dass eine Berufsunfähigkeit attestiert werden muss. Diese kann Monate oder sogar Jahre andauern.

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von hilfreichen Maßnahmen, wie man Vorbeuge gegen Burnout betreiben kann. Das Beste daran ist, dass die meisten dieser Tipps nicht bloß gegen Überarbeitung helfen, sondern allgemein das Wohlbefinden und die Lebensqualität steigern.

Werden Sie sich ihrer Ziele bewusst

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und schreiben Sie sich auf, welche persönlichen Ziele Sie mittel- und langfristig erreichen möchten. Denken Sie dabei nicht bloß an materielle Dinge und beruflichen Status. Legen Sie einen Fokus darauf, wie Sie ihre seelische Gesundheit bewahren und wie ihr idealer Tagesablauf aussehen soll.

Vergessen Sie nicht, dass es auch erfüllend ist, anderen Menschen zu helfen. Wenn Sie einen Weg einschlagen, auf dem Sie nicht glücklich sind und der Sie nur ausbrennt, werden Sie sich auch an der Spitze der Karriereleiter nicht wohlfühlen.

Meditieren und den Geist entspannen

Meditations- und Entspannungstechniken sind wertvolle Hilfen bei der Stressbewältigung, Konzentrationsfähigkeit und allgemeinem Wohlbefinden. Immer mehr Menschen erkennen, dass Meditation nichts mit Esoterik oder Religion zu tun haben muss, sondern in der heutigen Zeit notwendig ist, wenn man mental gelassen durch den Arbeits- und Alltagsstress navigieren will. Wer lernen will, seinen Geist richtig einzusetzen und Sorgen, Ängste und kreisende Gedanken zu bändigen, kommt um Meditation nicht herum.

Es gibt eine Menge verschiedener Techniken, mit denen sich innere Ruhe finden lässt: Achtsamkeit nach wissenschaftlicher MBSR-Methode, Autogenes Training, progressive Muskelentspannung und traditionelle Meditationstechniken. Auch Yoga-Varianten und Pilates haben meditative und stressmildernde Effekte. Immer populärer werden auch Atemübungen, mit denen man sich innerhalb kürzester Zeit beruhigen und seine Konzentration wiederherstellen kann.

Der Trick, um richtiges Meditieren zu lernen, liegt in der Regelmäßigkeit. Jeden Tag zwei bis drei Minuten aufrecht sitzen und seinem eigenen Atem zuhören bringt mehr, als sich einmal im Monat an einer stundenlangen Dauermeditation zu versuchen. Das Angebot an Büchern und Kursen ist groß. Im Internet gibt es unzählige geführte Meditationen und Smartphone-Apps für den Einstieg. Probieren Sie ein paar davon aus und bleiben Sie bei einer Methode, die sich für Sie gut anfühlt.

Raus in die Natur

Wer viel arbeitet, findet sich oft in einer Schleife wieder in der er die meiste Zeit am Arbeitsplatz, zu Hause oder auf dem Pendelweg dazwischen ist. Zum Stressabbau ist es hilfreich, sich regelmäßig ins Grüne zu begeben. Man kann im Wald spazieren zu gehen oder gemächlich Fahrrad am Fluss entlangfahren, ganz ohne Leistungsdruck. Solche Exkursionen müssen nicht im Jahresurlaub unternommen werden, auch Kurzausflüge in Stadtwälder und Parks können die Probleme des Alltags vergessen machen.

Soziale Kontakte pflegen

Hat man ein forderndes Berufsleben, geht das meist auf Kosten des Soziallebens. Waren die Wochenenden früher noch voller Partys und Treffen mit Freunden, entscheidet man sich als Berufstätiger eher für die Couch. Auf Dauer kann es aber schädlich sein, wenn man außer den Kollegen im Büro und dem Lebenspartner kaum noch Außenkontakte hat. Sie brauchen also kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie mal wieder ein Wochenende mit Freunden verbringen. Dazu ist es wichtig, anderen Menschen Hilfe anzubieten, wo es geht. Freunden zu helfen fühlt sich gut an und ist selten Zeitverschwendung.

Sport und Ernährung nicht vernachlässigen

Viele stressgeplagte Menschen haben ein inniges Verhältnis zu Zucker und Koffein. Zwei oder drei Tassen Kaffee und etwas Schokolade am Tag sind zwar nicht schädlich, wenn das mit frischen und gesunden Mahlzeiten ausgeglichen wird. Aber wenn die Mengen überhandnehmen und gleichzeitig die körperliche Ertüchtigung vernachlässigt wird, schlägt das nicht nur auf die Figur, sondern auch auf das geistige Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit.

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

In Deutschland bekommt im Schnitt jeder vierte Berufstätige irgendwann eine Berufsunfähigkeit attestiert. Das ist eine Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent, einmal im Laufe seines Lebens seinen Beruf längerfristig nicht mehr ausführen zu können. Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind nicht bloß Arbeitsunfälle in körperlichen Berufen, sondern auch psychische Leiden, wie eben ein Burnout. Wer einmal mit dieser Diagnose konfrontiert wird, muss sich darauf einstellen, mehrere Monate oder sogar Jahre in Therapie zu bleiben, ohne Einkommen aus dem gelernten Beruf. Der Arbeitgeber leistet hier bloß eine maximal sechswöchige Lohnfortzahlung. Wer nicht anders abgesichert ist, muss sich danach um Arbeitslosengeld kümmern.

Unter bestimmten Bedingungen bekommen Arbeitnehmer bei Berufsunfähigkeit zwar finanzielle Unterstützung in Form einer Erwerbsminderungsrente über die gesetzliche Rentenversicherung, aber die staatliche Rente reicht jedoch meist kaum zur Grundsicherung.

Es ist also mehr als ratsam, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, die auch psychische Ursachen abdeckt.

Glauben Sie, bereits auf dem Weg in einen Burnout zu sein? Sind sie ständig erschöpft und haben das Gefühl in ihrem Beruf nur noch wie ein Roboter funktionieren zu müssen?

Dann zögern Sie nicht und suchen Sie sich professionelle therapeutische Hilfe. Es gibt zahlreiche Fachtherapeuten, die sich auf Burnout-Geschädigte spezialisiert haben. Auch Ihr Hausarzt kann Ihnen erste Anlaufstellen nennen.

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