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Was macht Kinder eigentlich glücklich? Auf dem Spielplatz spielen? Das neueste Smartphone? Das Lieblingsessen? Kurzfristig mag das stimmen. Doch um diese Dinge genießen zu können, braucht es ein Umfeld, das Beachtung schenkt und ernst nimmt. Es braucht Grenzen, Freiraum und bedingungslose Liebe.

Doch leider kommt es immer wieder zu Situationen, in denen Eltern ihrem Nachwuchs dies vorübergehend oder dauerhaft nicht oder nicht in ausreichendem Maße geben können. Diese Umstände sind häufig nicht plan- oder vorhersehbar und oftmals muss schnell gehandelt werden, um den Kleinen unnötiges Leid zu ersparen.

Um Kinder aus den für sie belastenden Situationen zu nehmen, bieten sich unterschiedliche Formen an: Eine Unterbringung in der eigenen Familie, in einem Heim oder einer betreuten Wohngruppe oder aber eine Inobhutnahme durch eine Pflegefamilie.

Welche Form am besten geeignet ist, ist vom individuellen Fall abhängig. Heim und Pflegefamilie sind immer auf einen längeren Zeitpunkt ausgelegt und geeignete Plätze sind in den seltensten Fällen von jetzt auf gleich verfügbar.

Wer oder was sind Bereitschaftspflegeeltern?

Das ist der Punkt, an dem sogenannte Bereitschaftspflegeeltern ins Spiel kommen, die darauf spezialisiert sind, Kinder kurzfristig und vorübergehend bei sich aufzunehmen.

Dass das nicht einfach ist und ein hohes Maß an Erfahrung, Geduld und Einfühlungsvermögen verlangt, steht dabei wohl außer Frage.

Gerade kleine Erdenbürger, die Opfer von Vernachlässigung, Missbrauch, Gewalt oder anderen gefährdenden Situationen geworden sind, benötigen besonderen Schutz und Geborgenheit. Dinge, die sie in einem Heim unter vielen Gleichgesinnten so vielleicht gar nicht bekommen würden.

Bereitschaftspflegeeltern können ihren „Einsatz“ nie planen. Sie können zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Anruf erhalten und dann muss alles ganz schnell gehen. Denn dann wartet da bereits jemand auf sie, von dem sie von Alter und Geschlecht einmal abgesehen, so gut wie nichts wissen. Vorbehaltlos nehmen sie die Kinder mit ihren Vorgeschichten, Besonderheiten, Macken oder Ängsten bei sich auf. Aber auch Kinder, denen es in ihrer Familie gut geht, die aber aufgrund von zeitlicher Unpässlichkeit außerfamiliär betreut werden müssen, lassen sich manchmal nicht ohne Weiteres auf diese neue Situation ein.

Was unterscheidet Pflegekinder von Adoptivkindern?

Findet eine Adoption statt, so geht mit diesem Vorgang die rechtliche Elternschaft auf die Adoptiveltern über, das bedeutet sie erhalten das volle Sorgerecht und können sämtliche Entscheidungen alleine treffen. Pflegeeltern hingegen müssen sich stets mit dem Vormund des Kindes abstimmen und dürfen keine eigenständigen Entscheidungen fällen. So müssen sie vor einer Impfung oder einem Friseurbesuch stets ein Einverständnis einholen.

Beide Formen sind auf eine langfristige Dauer ausgelegt. Dies unterscheidet sie von der Bereitschaftspflege. Hier bleiben die Kinder in der Regel nie länger als sechs Monate. Manchmal sind es auch nur einige Stunden oder Tage. Solange, bis die leiblichen Eltern ihren Sohn oder ihre Tochter wieder bei sich aufnehmen können oder eine passende Dauerpflegefamilie gefunden wurde.

Die Zahl der Kinder, die in dieser Betreuungsform leben, ist im Laufe der letzten Jahre eklatant angestiegen. Waren es im Jahre 2008 noch 60.000, stieg die Zahl auf ca. 81.0000 im Jahre 2017. 100.000 weitere sind in einem Heim oder einer betreuten Wohngruppe untergebracht.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen?

Grundsätzlich kann sich jeder Mensch in der Bereitschaftspflege engagieren. Ob alleinerziehend oder Paar: entscheidend ist die verfügbare Zeit, denn ein Pflegekind ist ein 24 Stunden Job.

Während die Kinder in Obhut sind, müssen sie genau beobachtet werden, um erzieherische oder therapeutische Bedarfe zu ermitteln. Eine Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den leiblichen Eltern, Lehrern und Ärzten und das Wahrnehmen zahlreicher Termine ist daher unumgänglich.

Die Bereitschaftspflegemütter und –Väter geben vorbehaltlos Zuwendung, Sicherheit und Geborgenheit und sind gleichzeitig bereit, das Kind nach erfolgter Perspektivklärung bei der Ablösung zu unterstützen und zu begleiten.

Denn das ist etwas, was an den meisten Pflegeeltern nagt: Ein liebgewonnenes Familienmitglied nach einer Zeit verabschieden und gehen lassen müssen.

Gerade wenn die Pflege sich über mehrere Monate gezogen hat, fällt es beiden Seiten schwer, keine engere Bindung zueinander aufzubauen. Auch wenn viele Familien schon zahlreiche Pflegekinder aufgenommen haben, ist der Abschied kein leichter, denn er ist meistens für immer. Entweder kehren die Kinder zu ihren leiblichen Eltern zurück oder aber sie beginnen in ihren Pflegefamilien ein neues Leben. Viele machen aus diesen Abschieden Rituale und geben dem Kind eine Schatzkiste oder ein Fotoalbum mit Erinnerungen mit, die es in der Zeit bei der Familie erlebt hat.

Warum wird man Pflegemutter für Kinder in Not?

Auch wenn Pflegemütter für ihre Bereitschaft und ihren Aufwand bezahlt werden, so machen es die wenigsten nur des Geldes wegen. Denn runtergerechnet auf den Stundensatz wäre das ein Hungerlohn. Durchschnittlich stehen ihnen für das Kind ca. 1.000 Euro im Monat zur Verfügung.

Zudem sind die Mütter und Väter in ihrem „Beruf“ nicht als Erwerbstätige zu sehen. Bereitschaftspflegeeltern sind weder sozial- noch krankenversichert und zahlen nicht in die Rentenversicherung ein.  Die finanzielle Unterstützung und Absicherung durch den eigenen Partner ist daher mehr als notwendig.

Bereitschaftspflegeeltern sehen ihre Aufgabe vielmehr als Berufung und ziehen ihre Erfüllung daraus, Kindern in Not zu helfen und ihnen den Start in das Leben zu erleichtern und zu ebnen. Für viele ist es das schönste Geschenk, wenn das Pflegekind erstmals lacht oder Dinge lernt, die es aus der Herkunftsfamilie noch nicht kannte.

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