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Auch in Deutschland gibt es Menschen, die ohne ein Dach über dem Kopf leben müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht selten stecken erschütternde Schicksale dahinter. Oftmals spielt Sucht eine Rolle, manchmal aber auch die Verkettung vieler ungünstiger Umstände. Immer wieder hört man auch, dass sich Menschen freiwillig für die Obdachlosigkeit entschieden haben. Meist gab es einfach keine andere Wahl oder Möglichkeit, die ihr persönlicher Zustand zuließ.

Was ist der Unterschied zwischen wohnungslos und obdachlos?

Einer Studie aus dem Jahr 2019 zufolge gibt es in Deutschland ca. 650.000 Menschen, die wohnungslos sind – ca. 48.000 davon sind auch obdachlos, wobei viele aus den benachbarten osteuropäischen Ländern stammten.

Als wohnungslos gelten Menschen, die über keinen mietvertraglich abgesicherten oder eigenen Wohnraum verfügen, vorübergehend bei Bekannten wohnen oder in Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunalen Einrichtungen leben.

Obdachlos hingegen sind Menschen, die im öffentlichen Raum, wie z.B. Parks, U-Bahnhöfen oder Kellern übernachten. Diese Menschen sind den Witterungseinflüssen also meist hautnah ausgeliefert.

Welche Hilfen gibt es für Obdachlose?

Obdachlosen fehlt meist weitaus mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Neben einer gesundheitlichen Absicherung fehlt es ihnen an Geld, Essen, Kleidung oder der Möglichkeit für ausreichend Körperpflege zu sorgen.

Man selbst ist oftmals im Zwiespalt, wenn die Straßen bettelnde Obdachlose säumen: Soll man Geld geben oder lieber nicht? Gibt es vielleicht andere Möglichkeiten zu helfen oder zu unterstützen?

Bei den Hilfsangeboten für Obdachlose unterscheidet man in der Regel zwischen Akuthilfen und Eingliederungshilfen. Zu den Akuthilfen zählen beispielsweise die Ausgabe einer warmen Mahlzeit, Kleidung, Hundefutter oder Hygieneartikel. Bekannte Angebote sind beispielsweise die Tafeln und die Kältebusse, die teilweise schon seit 25 Jahren in deutschen Großstädten unterwegs sind. Auch Notschlafstätten oder eine dringende medizinische Behandlung zählen zu den Akuthilfen. Oftmals sind es aber auch einfach Zuwendung und Gespräche auf Augenhöhe, die Menschen in diesen Zeiten nicht den Mut verlieren lassen.

Es gibt aber auch Organisationen, die Obdachlosen dabei helfen möchten, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, Fuß zu fassen, einer geregelten Arbeit nachzugehen und eigenes Geld zu erwirtschaften. Dazu gehört unter anderem auch das Zeitungsprojekt „BISS“ (Bürger in sozialen Schwierigkeiten). Mit monatlich 38.000 verkauften Exemplaren zählt es zu den erfolgreichsten Straßenzeitungen in Deutschland.

Doch so gut es auch klingt und gemeint ist, diese „Eingliederungshilfen“ passen nicht zu jedem und viele Menschen fühlen sich nach langen Jahren der Obdachlosigkeit gar nicht mehr in der Lage, ein solches Leben zu führen.

Wie gut werden Hilfsangebote angenommen?

Ähnlich verhält es sich zum Beispiel auch mit dem Kältebus. Das Hilfsangebot kommt zwar in der Regel gut bis sehr gut an, doch viele Menschen haben einfach schlechte Erfahrungen gemacht, Hilfe von Fremden anzunehmen oder möchten sich ihren Stolz bewahren.

Auch die Notschlafstätten mag nicht jeder. Wenn die warmen Temperaturen noch so verlockend sein mögen – die dort geltenden Regeln einzuhalten, fällt nicht jedem leicht. Alkohol, Drogen oder Waffen sind nicht erlaubt.
Oder sie mögen es schlichtweg nicht, mit so vielen fremden Menschen auf engsten Raum zu schlafen und ziehen daher die kalten Nächte an einem windgeschützten Ort vor.

Auch Hunde oder Rollstühle stellen die Unterkünfte vor eine unüberwindbare Herausforderung: Auf diese Umstände sind sie meist nicht eingestellt bzw. vorbereitet.

Wie kann man selbst helfen?

Aus schlechtem Gewissen neigt man oftmals dazu, anderen die eigene Hilfe aufzudrängen und ist mitunter sogar übergriffig. So ist es in manchen Situationen tatsächlich besser, man sucht zunächst das Gespräch, um herauszufinden, ob Hilfe überhaupt gewünscht ist und wenn ja, an was es konkret mangelt.

Wird dann das Hilfsangebot abgelehnt, so sollte man ein Nein akzeptieren, auch wenn es schwerfällt. Nur in offensichtlich lebensgefährlichen Situationen sollte man nicht lange fackeln, sondern einen Notarzt rufen.

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