Wer denkt „öko“ bedeutet isolierte Nische und Konsumverzicht, der sollte sich den Konsumalltag vieler Ottonormalverbraucher vor Augen führen und die Temperatur der Trendwende bewusst fühlen. Aber: Wie erreicht man Menschen mit dem ethisch-ökologisch-sozialen Ansatz, wenn es zum Beispiel um die private Rentenversicherung, die betriebliche Altersversorgung und den Vermögensaufbau geht?

Es geht natürlich darum, Menschen zu erreichen und anzusprechen, die mit „öko“ eigentlich bewusst nichts zu tun haben. „Öko“ vielleicht sogar durch unbelegte Vorurteile negativ empfinden. Sich aber Tag ein Tag aus sehr ethisch-ökologisch-sozial im modernen Sinne verhalten. Ohne dies jedoch bewusst zu tun – im Konsumverhalten, in der Ernährung, Körperpflege, Mobilität, der Kommunikation, der Energienutzung, der Wahl des Optikers, in der Fitness, beim Genuss von Lebensmitteln und anderen Begleiterscheinungen des Alltags.

Erlebniswelten

Wir sprechen also von ethisch-ökologischen Erlebniswelten im normalen Tagesablauf. Klar ist, dass viele Menschen in dem festen Glauben sind, dass ethisches und ökologisches sowie soziales Leben und Konsumieren (und abgeleitet auch Investieren) ein isoliertes Nischendasein fristet und doch mehr „exotische Ökoromantiker, Birkenstockträger und Körnerfresser“ bedient. Gut und schön. Eine spannende Herangehensweise ist aber, den Menschen vor Augen zu führen, mit wie vielen „ethisch-ökologisch und sozial geprüften“ Unternehmen und Marken jeder beziehungsweise viele von uns tagtäglich zu tun haben, ohne zu wissen, dass diese alltäglichen Produkte und Helferlein Einzug in ein ethisch-ökologisches Konsumverhalten gefunden haben. Also doch „unbewusst öko“ oder „Öko 2.0“. Viele Menschen sind also mehr „öko“ als sie denken.

Unbewusst Öko im Alltag. Oft handeln wir total nachhaltig im Alltag, ohne es überhaupt zu merken. Was wir essen, trinken und tragen zeigen auf, wie nachhaltig wir im Alltag sind.

Praxisbeispiele

Man putzt sich nach dem Aufstehen mit der elektrischen Zahnbürste die Zähne, duscht mit herrlichem Duschgel, nutzt recyceltes Klopapier, bereitet sich ein leckeres Biomüsli zu, springt auf das Fahrrad, trinkt auf dem Weg zur Arbeit einen fairen Kaffee und beseitigt die Kaffeeflecken mit einem Tempotaschentuch. Eine schicke Pulsuhr schmückt das Handgelenk, um die sportlichen Erfolge auf dem Weg zur Arbeit zu messen. Begeistert schaut man auf die Elektroautos, die emissionsfrei durch die Umweltzonen flitzen. Von unterwegs regelt man via Smartphone bei strahlendem Sonnenschein noch eben die Klimaanlage und speist den aktuell mit der Fotovoltaikanlage erzeugten Sonnenstrom vom Dach in die eigenen Geräte ein. Kommt der Strom nicht vom Dach, bezieht man diesen vom Ökostrom-Anbieter. Ein Webinar wird mit einer Cloud-Lösung noch am späten Vormittag abgehalten. In der Mittagspause wird noch kurz auf einer Onlineplattform gesurft, um für die Kinder ein paar Second-Hand-Klamotten zu ersteigern. Der Anruf beim Optiker wegen der neuen Brille passt dazwischen, und auf dem Heimweg werden im Supermarkt ein paar Energiesparlampen besorgt. Im Biomarkt wird frisch eingekauft sowie Knabberkram für den Couchabend vor dem Fernseher organisiert. Man freut sich schon auf den nächsten Tag. Denn da wird die neue Weichwasseranlage im Keller installiert, und man muss nie mehr viel Wasser und umweltunverträgliche Scheuermilch und Chemie verwenden, um die Kalkspuren in Dusche und Waschbecken wegzuputzen.

Vorsorge und Vermögensaufbau

Und dann soll es ja auch noch Menschen geben, die davon profitieren, dass sie über fondsgebundene Rentenversicherungen oder die Direktanlage über Investmentfonds in die Aktien investieren, die genau in diesem Kreislauf gute Rendite erwirtschaften. 

Der Aha-Effekt

Alle oben genannten Konsumartikel, deren Marken- oder Produktnamen an dieser Stelle natürlich nicht genannt werden, um die Neutralität zu wahren, befinden sich unter anderem in den auf Ethik, Soziales und Ökologie geprüften Anlageuniversen der Kapitalverwaltungsgesellschaft Ökoworld. In Form von Aktien, die streng auf Ethik, Ökologie und Soziales überprüft wurden anhand eines konsequenten Kriterienkatalogs. So können Anleger also in Aktien von Unternehmen investieren, die sich nachhaltig verhalten und in diesem Sinne das Wirtschaftsprinzip der Nachhaltigkeit nachprüfbar und glaubwürdig anwenden. Über die Anlage in entsprechende Investmentfonds oder auch fondsgebundene Rentenversicherungen.

Dreamteam: Ökonomie mit Ökologie 

Wunderbar! Die Trendwende ist also auf dem richtigen Weg. Öko ist gesellschaftsfähig geworden und mehr und mehr in der Normalität des Alltages angekommen. Gemeinsam können wir als Konsumenten und Investoren diesen Prozess weiterentwickeln und dafür Sorge tragen, dass die nachhaltigen Lebensstile an Exotik verlieren und verstärkt an Normalität gewinnen. Für Ökonomie mit Ökologie!

 

Über den Autor:

Gunter Schäfer ist Chief Marketing, Communications Officer und Bereichsleitung Bankenvertrieb sowie Vertriebsmanagement bei Ökoworld AG. Die seit 1999 börsennotierte ÖKOWORLD AG (vormals versiko AG) ist ein führendes Unternehmen im Bereich ethisch-ökologischer Kapitalanlagen. Über 45 Jahre Erfahrung fließen in die Entwicklung und Auflegung eigener Produkte ein. Im Vertrieb werden über die ethisch-ökologische Vermögensberatung über 50.000 Kunden und Kundinnen bundesweit betreut.

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