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Bestattungen gibt es weltweit in den verschiedensten Ausführungen. Ihre Gestaltung hängt neben dem Glauben auch von der Kultur, den persönlichen Vorlieben sowie dem Budget ab. Dabei sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt und es gibt Bestattungen, die sich auf fünf- oder sechsstellige Beträge belaufen. Dabei kommen verschiedene Faktoren hinzu wie die Bestattung selbst, die Leistungen Dritter sowie gegebenenfalls die Friedhofsgebühren, sofern keine andere Bestattungsart gewählt wurde.

Basiskosten: Bestatterleistungen

Die Bestatterleistungen sind ein unumgänglicher Kostenfaktor bei einer Beerdigung, können aber unterschiedlich ausfallen. In der Regel beinhalten sie die hygienische Versorgung beziehungsweise das Ankleiden des Verstorbenen, die Überführung und Einsargung sowie Verwaltungskosten. Auch die Sargkosten, die auch im Falle einer Urnenbestattung hinzukommen, zählen hierzu, denn für die Kremation wird der Verstorbene zunächst in einen Sarg gebettet.

Je nachdem, ob ein Sarg für die Kremation oder die Erdbestattung gewählt wird, sind die Bestattungskosten unterschiedlich. Ein Kremationssarg ist deutlich günstiger. Bezüglich der Urnen ist die Preisspanne groß – je nachdem, ob es eine einfache oder aufwendig gestaltete sein soll. Die Frage, was eine Beerdigung kostet, lässt sich daher nicht pauschal beantworten, im Schnitt kann man aber von 4.500 Euro ausgehen.

Individuelle Leistungen Dritter

Bei den Leistungen Dritter kommt es darauf an, was für ein Programm gewünscht ist beziehungsweise ob es beispielsweise einen Trauerredner oder eine Kapelle geben soll und darauf, wie der Blumenschmuck gewählt wird. Weitere Posten sind der Steinmetz und der Friedhofsgärtner, aber auch die Ausstellung von Dokumenten wie der Totenschein fallen hierunter.

Die Bestattungs- beziehungsweise Friedhofsgebühren können höher liegen als die Bestatterkosten und hängen unter anderem von den Grabkosten, der Grabmahlgenehmigung und der Infrastruktur ab.

Kosten nach Art der Bestattung

Die Bestattungsform bestimmt letztendlich die Höhe der Kosten, denn sie kann von einem sehr einfachen Erdgrab bis hin zu ausgefallenen Bestattungen wie der Mondbestattung reichen. Eine Erdbestattung im Sarg ist wiederum deutlich teurer als eine Urnenbestattung, da mehr Platz und ein höherer Pflegeaufwand benötigt werden, zudem ist der Sarg teurer. Die Erdbestattung erfordert außerdem eine langfristige Grabpflege – egal ob es sich um eine Sarg- oder Urnenbeisetzung handelt.

Friedhof in New York

Seebestattungen

Eine Seebestattung kann dem Erdgrab gegenüber deutlich günstiger ausfallen, da keine Kosten für Grabpflege und keine Friedhofsgebühren anfallen. Auch besteht hier für die Hinterbliebenen die Option, auf eine Trauerfeier zu verzichten und den Verstorbenen still beizusetzen. Allerdings sind Reedereikosten zu berücksichtigen, die ebenfalls unterschiedlich hoch ausfallen. Bei einer Seebestattung vor Sylt fallen beispielsweise sehr hohe Kosten von rund 6.000 Euro an, vor Rügen beziehungsweise generell auf der Ostsee sind die Kosten um 20 Prozent geringer.

Diamantbestattung

Eine der teuersten Bestattungsarten ist die Diamantbestattung. Hier müssen nicht nur die Kosten der vorangehenden Einäscherung getragen werden, sondern auch die für den Rohdiamanten, die sich je nach Karatzahl auf unterschiedliche Preise belaufen, in der Regel aber auf mehrere Tausend Euro. Dabei hat der Diamant noch keinen Schliff oder eine Fassung in einem Schmuckstück erhalten. Insgesamt ist mit Kosten von über 10.000 Euro zu rechnen. Eine günstigere Alternative ist die Tree-of-Life-Bestattung, bei der die Asche mit Erde vermischt wird, auf der ein Baum gepflanzt wird. Kosten: 7.400 Euro.

Mond- und Weltraumbestattung

Eine weitere teure Bestattungsart ist die Mondbestattung, bei der ein Teil der Asche in einer Kapsel zum Mond geschickt wird. Der Rest der Asche muss allerdings herkömmlich beigesetzt werden. Pro Gramm belaufen sich die Kosten auf ungefähr 10.000 Euro. Alternativ kann ein Teil der Asche in die Erdumlaufbahn geschossen werden, wobei sie nach einiger Zeit wieder in die Atmosphäre eintritt und verglüht. Die Kosten belaufen sich auf rund die Hälfte von denen einer Mondbestattung.

Mausoleum

Die mit Abstand teuerste Beerdigung ist die Beisetzung in einem Mausoleum, in dem in der Regel die ganze Familie in Sarkophagen Platz findet, zudem muss das Mausoleum individuell gebaut werden. Hierbei ist daher mit mindestens 100.000 Euro zu rechnen. Alternativ kann man eine Patenschaft für ein bereits bestehendes Objekt auf dem Friedhof übernehmen und die Pflege dafür übernehmen. Als Gegenleistung lassen sich darin Bestattungen vornehmen. Die Kosten belaufen sich in dem Fall auf 10.000 Euro.

Die teuersten Länder

Die Bestattungskosten hängen letztendlich auch vom jeweiligen Land ab. Besonders hoch sind sie in Hong Kong, Japan, New York und London. Dadurch, dass es in Hong Kong sehr viele Einwohner gibt, sind auch die Grabplätze hart umkämpft, sodass die Preise extrem in die Höhe steigen. Bis zu 125.000 Euro kostet eine Erdbestattung.

Im japanischen Okinawa werden die Menschen sehr alt, gleichzeitig fallen die Geburtenraten niedrig aus, weswegen es auf der Insel überwiegend Senioren gibt. Die Bestattungen dauern traditionell zwei Tage und die Kosten belaufen sich unter diesen Umständen auf 17.000 Euro, in Tokyo auf bis zu 80.000 Euro.

New York gehört zu den teuersten Städten der Welt, das schlägt sich auch in den Bestattungen nieder. Ein Grabplatz allein kostet um die 10.000 Euro. In London steigen die Preise stetig und liegen derzeit bei 6.700 Euro für eine normale Bestattung. Eine vergleichbare Bestattung kostet in Deutschland 2.000 bis 4.000 Euro.

Das Grabmal als Symbol für Wohlstand

Durch die Jahrtausende bis in die heutige Zeit hinein sind Bestattungen und Grabmäler außerdem Symbole für Wohlstand und Repräsentation für die gesellschaftliche Stellung des Verstorbenen. Entsprechend fielen auch die Bestattungsrituale aus. Mit das älteste Beispiel sind die ägyptischen Pyramiden, die 2.400 Jahre vor Christus erbaut wurden. Doch auch in der europäischen Antike finden sich Beispiele römischer Grabmäler, deren Größe und Verzierung auf die Stellung der Familien hinweisen.

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