Wer Berufsanfänger ist, muss ein paar Dinge beachten. Egal, ob du von der Uni kommst oder eine Ausbildung absolviert hast, bevor du ins Berufsleben einsteigst – die Finanzen sind jetzt ein wichtiges Thema. 

Als Berufseinsteiger verdienst du dein erstes Geld und solltest dich daher darum kümmern, wie du am besten ein paar Groschen zurücklegst und welche Versicherungen du jetzt brauchst. Einige Versicherungen bestehen vielleicht schon aus der Zeit der Ausbildung, möglicherweise musst du aber auch einiges neu abschließen. 

Im anschließenden Ratgeber erhältst du wertvolle Tipps für Berufseinsteiger in Sachen Finanzen und Versicherungen.

In jedem Fall ist es sinnvoll, dich rechtzeitig darum zu kümmern und nicht ewig zu warten, bis du handelst. Gerade bei Versicherungen lohnt es sich in der Regel, sie lieber gleich abzuschließen als erst in ein paar Jahren. Auch hierfür geben wir dir ein paar Beispiele. 

Das sollten Berufsanfänger beachten

Tipps für Berufseinsteiger – Checkliste

Mit Antritt des ersten Jobs gibt es viele Veränderungen und es werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die nachfolgende Checkliste kann dir dabei helfen, was in Anbetracht deiner späteren Karriere, aber auch bei deinem Alltag wichtig sein könnte.

Bankkonto einrichten

Falls noch nicht geschehen, wird es jetzt allerhöchste Zeit. Du musst deinem Arbeitgeber nämlich ein Bankkonto angeben, auf welches das Gehalt bezahlt wird. Normalerweise haben du oder deine Eltern so ein Konto schon längst angelegt. Falls nicht, wird es allerhöchste Zeit. 

Steueridentifikationsnummer beantragen

Der Arbeitgeber benötigt deine Steueridentifikationsnummer, die sich aus persönlichen Daten, deinem Namen, dem Geburtsdatum und der Adresse zusammensetzt. 

Versicherungen abschließen

Studenten sind in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zum 25. Lebensjahr bei ihren Eltern mitversichert. Danach aber müssen sie sich selber versichern. Welche Versicherungen jetzt außerdem wichtig sind, wird später noch ausführlich erläutert. 

Rücklagen bilden

Wenn du regelmäßig Gehalt aufs Konto bekommst, kommst du schnell in Versuchung, dieses auch sofort wieder auszugeben. Es führt oft sogar zu regelrecht verschwenderischem Umgang mit dem hart verdienten Geld. Damit genau das nicht passiert, solltest du unvorhergesehene Ausgaben wie eine Autoreparatur oder eine Waschmaschine mit einkalkulieren und dafür Rücklagen bilden. 

Wer zum ersten Mal in seinem Leben Geld verdient, muss erstmal lernen, sich dieses gut einzuteilen und damit über die Runden zu kommen. Das klappt besser, wenn du Rücklagen bildest und für ein Finanzpolster sorgst.

Etwa die Hälfte des Geldes geht normalerweise drauf für die Miete und die Lebenshaltungskosten, ein Viertel für Freizeitaktivitäten und ein Viertel kannst du beiseite legen – zum einen für Unvorhergesehenes und auf der anderen Seite auch für Urlaube etc.

An die Altersvorsorge denken

Wer jung ist, denkt nur ungern an die Altersvorsorge. Verständlich, dennoch solltest du dich unbedingt um eine Altersvorsorge kümmern, und zwar am besten rechtzeitig. Je früher du damit anfängst, desto weniger musst du einzahlen, um auf eine bestimmte Summe im Alter zu kommen. Nach derzeitigem Stand wird die gesetzliche Rente bei weitem nicht mehr ausreichen, um unseren Lebensstandard später mal annähernd halten zu können. Daher solltest du unbedingt rechtzeitig damit anfangen, dir ein Polster anzusparen. Schon mit 20 bis 50 Euro pro Monat kommst du in ein paar Jahrzehnten dank Zinseszinseffekt auf ein ordentliches Sümmchen, welches dir, wenn du erst mal in Rente kommst, mehr finanzielle Freiheiten ermöglicht. 

Ebenfalls interessant ist die betriebliche Altersvorsorge. Inwiefern sich dies für dich umsetzen lässt, muss individuell geklärt werden. Sprich am besten mit deinem Arbeitgeber darüber, welche Möglichkeiten es in deiner Firma gibt.  

Betriebliche Altersvorsorge ansprechen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine betriebliche Altersvorsorge. Wie hoch die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge ausfällt, hängt unter anderem auch mit dem Modell beziehungsweise Durchführungsweg der Betriebsrente zusammen. Die Direktversicherung ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit dafür. Dabei schließt der Arbeitgeber eine entsprechende Versicherung bei einem externen Versicherungsunternehmen wie der LV 1871 ab und zahlt die Beiträge für den Arbeitnehmer ein. Diese können zum Beispiel durch eine Entgeltumwandlung finanziert sein. Dabei werden Teile des Bruttogehalts durch den Angestellten in die Altersvorsorge investiert. 

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Tipps für Berufseinsteiger – welche Versicherungen sind jetzt wichtig?

Als Berufseinsteiger brauchst du zwingend eine Krankenversicherung und wenn du ein Auto dein Eigen nennst, auch eine Kfz-Versicherung. Empfehlenswert sind zudem folgende Versicherungen:

Krankenzusatzversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung kommt für vieles auf, aber eben leider nicht für alles. Daher kann sich unter Umständen eine zusätzliche, private Krankenversicherung lohnen – vor allem für Berufseinsteiger. 

Private Haftpflichtversicherung

Falls du das Eigentum einer anderen Person beschädigst, und das kann ganz schnell mal passieren, springt die private Haftpflichtversicherung ein. Zum Beispiel, wenn du das Handy eines Kollegen aus Versehen herunterfallen lässt oder eine kostbare Vase beschädigst. 

Eine private Haftpflichtversicherung ist daher ganz dringend anzuraten, da es bei solchen vermeintlichen Kleinigkeiten trotzdem ganz schnell mal richtig teuer werden kann. 

Reisekrankenversicherung

Sie hat nicht unmittelbar etwas mit dem Berufseinstieg zu tun, allerdings kann es sein, dass die bisherige Versicherung über deine Eltern – falls eine bestand – jetzt endet. 

Du solltest dich also, falls du mal in einem Land außerhalb der EU Urlaub machst, unbedingt über eine Reisekrankenversicherung informieren. Sie springt ein, wenn du im Ausland eine teure Arztbehandlung brauchst. Deine Krankenkasse kommt dafür nämlich im Zweifelsfall je nach Urlaubsziel nicht auf. Dass das schnell ziemlich teuer werden kann, liegt auf der Hand. 

Tipps für Berufseinsteiger: Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Diese Versicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung – kurz BU – ist eine der wichtigsten Versicherungen. Nicht nur für Berufsanfänger, sondern generell für alle, die berufstätig sind. Zwar ist man sich als Berufsanfänger meistens darüber nicht wirklich im Klaren, aber wer einen Unfall hat oder schwer erkrankt, kann möglicherweise seinen Beruf gar nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt ausüben. Das Risiko dafür ist sehr viel höher, als die meisten annehmen. Und es kann jeden auch in jungen Jahren schon treffen. Ohne regelmäßiges Einkommen hast du keine finanzielle Grundlage mehr und die staatliche Rente, die dir dann zusteht, reicht bei weitem nicht aus, um über die Runden zu kommen. Eine BU garantiert, dass du auch im Falle eines Unfalls oder einer schweren Krankheit, aber auch bei Depression oder Burnout weiterhin finanziell abgesichert bist und keine Existenzsorgen haben musst. Insbesondere ist das dann wichtig, wenn du eine Familie hast und diese auf dein Gehalt angewiesen ist.

Mit einer auf dich zugeschnittenen BU kannst du für den Fall der Fälle vorsorgen. 

Wenn du dich bei der LV 1871 beraten lässt, informieren wir dich gerne über die Optionen und die ideale Absicherungshöhe bei einer BU. 

Großer Vorteil, wenn du die BU jetzt schon abschließt: Da junge Menschen meist weniger Vorerkrankungen haben als ältere, ist die Versicherung in den meisten Fällen deutlich günstiger. 

Rechtsschutzversicherung

Falls es zu einem Streitfall kommt, kann es sinnvoll sein, Anrecht auf Rechtsbeistand zu haben. Die Rechtsschutzversicherung ist optional, kann aber im Zweifelsfall äußerst sinnvoll sein. Unter Umständen kann es sich auch lohnen, den Bereich Arbeitsrecht und Verkehrsrecht mit einzuschließen. 

Hausratversicherung

Falls du den ein oder anderen Vermögensgegenstand dein Eigen nennst, kann sich der Abschluss einer Hausratversicherung lohnen. Diese greift dann, wenn es zu einem nicht selbst verschuldeten Verlust oder Schaden kommt an allen Dingen, die sich um Haushalt befinden. Das ist zum Beispiel bei einem Einbruch, einem Wasserschaden oder einem Brand der Fall. 

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