Wir alle möchten im Alter finanziell sorgenfrei leben. Unser Geld soll reichen für den Alltag, für Reisen und Hobbies und für die unvorhergesehenen Dinge. Die gesetzlichen Renten reichen dafür leider oft nicht aus. Es ist daher wichtig, selbst vorzusorgen. Fondsgebundene Renten sind dafür bestens geeignet, denn sie verbinden Fondssparen mit einer lebenslangen Rentenzahlung. Das Stichwort „Nachhaltige Geldanlage“ hört man in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren immer öfter und fondsgebundene Renten lassen sich damit kombinieren. Was sind aber eigentlich nachhaltige Geldanlagen und lohnen sie sich?

Nachhaltige Investments – was genau bedeutet es?

Nachhaltigkeit ist ein Begriff aus dem frühen 18. Jahrhundert. Damals brauchte man viel Holz beispielsweise für den Schiffbau und Stollen. Halb Europa war abgeholzt und es wurde immer teurer, das Holz von weit her zu beschaffen. Besser wäre es also, nur so viel Holz zu schlagen, wie auch nachwächst – der Begriff Nachhaltigkeit war geboren. Heute ließe sich Nachhaltigkeit vielleicht auf die Kurzformel bringen: Lebe und wirtschafte so, dass die Erde es ökologisch tragen kann und dass die Menschenrechte durchgesetzt sind.

Von nachhaltigen Geldanlagen wird gesprochen, wenn die traditionellen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Kriterien ergänzt werden. Damit ist dann bei der Kreditvergabe oder beim Investieren in Anteile von Unternehmen gemeint, dass eben diese Unternehmen entsprechend der nachhaltigen Logik wirtschaften sollten.

Leider wird der Begriff „nachhaltig“ oft zu beliebig verwendet. Es gibt zwar unterschiedliche Strategien, zumindest damit anzufangen, nachhaltige Faktoren bei Unternehmen zu berücksichtigen. Beispielsweise können Aktien, in die investiert werden soll, dahingehend untersucht werden, ob sich die Unternehmen an bestimmte internationale Normen halten. Es können ganze Branchen ausgeschlossen werden oder bestimmte Themen wie erneuerbare Energien werden fokussiert. Ein weit verbreiteter Ansatz ist es, Kennzahlen zu Umweltbelangen (Environment=E), gesellschaftlichen Themen (social=s) und guter Unternehmensführung (Good Corporate Governance=G) mit in die Finanzanalyse einzubeziehen (der ESG-Ansatz).

Leider muss man konstatieren, dass diese Halbherzigkeiten nicht ausreichen, um Nachhaltigkeit voll zu unterstützen. Denn wirklich nachhaltig angelegt ist Geld erst, wenn es in Unternehmen und Geschäftsmodelle investiert wird, welche die ökologischen Grenzen der Erde und die Menschenrechte tatsächlich achten, anstatt sie zu verletzen. Ein paar wenige Kennzahlen mit vielen Lücken reichen dafür eben nicht aus.

Die gute Nachricht: Keine Anlegerin und kein Anleger muss auf die Politik warten, um das Richtige für Umwelt und Gesellschaft zu tun. Denn jeder von uns kann problemlos selbst entscheiden, welche Veränderung sein Geld in der Welt machen soll – zum Guten oder zum Schlechten für uns alle, für unsere Kinder und Enkel.

Warum soll man in nachhaltige Fonds investieren?

Grund 1: Nachhaltige Geldanlagen bringen sehr gute finanzielle Renditen

Es lohnt sich finanziell sehr, in nachhaltige Anlagen zu investieren. Dass man für „Öko“ oder Nachhaltigkeit auf Rendite verzichten müsste, ist eine überholte und falsche Vorstellung, die sich leider immer noch hartnäckig hält. Ein großer Teil der falschen Geschichte wurde von Gegnern einer menschlicheren Wirtschaft über Jahre und bis heute kolportiert. Sei es aus Ahnungslosigkeit und Unkenntnis oder bewusster Täuschung heraus, um die eigenen Pfründe auf Kosten von anderen zu sichern. Der Nachweis ist allerdings längst erbracht: Nachhaltige Geschäftsmodelle sind renditestarkt.

Grund 2: Nachhaltigkeit ist aufregend und Innovation pur

Nachhaltige Unternehmen gehören zu den modernsten und innovativsten der Welt. Sei es in der Medizin, Umwelttechnik, Mobilität oder Bildung. Wer nachhaltig investiert, investiert in die größten Megatrends und Wachstumsmärkte, in die spannendsten Geschäftsmodelle und Technologien mit großartigem wirtschaftlichem Potenzial. Nachhaltige Unternehmen verändern die Märkte, auf denen sie agieren, und schaffen völlig neue Möglichkeiten auf Märkten. So sehen Gewinner von heute und der Zukunft aus.

Grund 3: Nachhaltigkeit ist das bessere Risikomanagement

Durch die besonderen Prüfungen bei der Aktienauswahl managen nachhaltige Anlagen Risiken umfassend, weil sie Faktoren aufnehmen, für die traditionelle Risikoanalysen blind sind. Kursabstürze aufgrund veralteter Geschäftsmodelle – man denke an große Energieunternehmen bei Verkündigung von Atom- und Kohleausstieg – sind damit praktisch ausgeschlossen. Zudem ist insgesamt die Corporate Governance nachhaltiger Unternehmen besser. Unter Good Corporate Governance versteht man u.a., wie Unternehmen Systeme gegen Korruption einrichten, ob sie den Beschäftigten ermöglichen, geschützt Missstände im Unternehmen aufzudecken oder wie sie über ihre Geschäftstätigkeit umfassend und transparent berichten. In solchen Unternehmen sind böse Überraschungen für die Anlegerinnen und Anleger unwahrscheinlicher.

Grund 4: Nachhaltige Geldanlagen sichern unsere Lebensgrundlagen

Nachhaltige Geldanlagen erzielen neben einer finanziellen Rendite auch ökologische und soziale Renditen. Und diese Renditen sind unabdingbar und das Entscheidende. Denn die meisten der so genannten planetaren Grenzen sind bereits überschritten. Das heißt, dass das System Erde, auf das wir angewiesen sind, es nicht mehr schafft, unseren ökologischen Fußabruck auszuhalten. Weil wir Menschen unsere Produktion und unseren Konsum nicht umweltgerecht gestalten, haben Entwicklungen wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Wasserknappheit und Artensterben derart negative Entwicklungen genommen, dass unsere Existenz auf dem Spiel steht. Nachhaltige Geldanlagen sind also für uns Menschen gemacht und insbesondere auch für die kommenden Generationen an Kindern und Enkeln. Nachhaltigkeit fühlt sich gut und richtig an und ist für unser Leben alternativlos.

Grund 5: Die Gegenprobe funktioniert

Kurz gesagt: Es gibt viele Gründe, die für nachhaltige Investments sprechen. Aber es gibt keinen einzigen Grund, der dagegenspricht. Wieso also sollte man nicht von den besten Unternehmen der Welt heute und in Zukunft profitieren und dabei Umwelt und Gesellschaft schützen und voranbringen?

Nachhaltig Investieren mit LV 1871 & Ökoworld

Der Dschungel an Anbietern nachhaltiger Geldanlagen ist unübersichtlich. Der Begriff ist nicht geschützt und viele Trittbrettfahrer sind halbherzig aufgesprungen. Am besten verlässt man sich auf Pioniere und die besten Experten auf dem Gebiet der Vorsorge und der echten Nachhaltigkeit, wie sie oben beschrieben ist.

LV 1871 und Ökoworld bieten gemeinsam mit einer neuen Kombination aus Versicherung und nachhaltigem Investment einen wichtigen Baustein für die finanzielle Unabhängigkeit und Altersvorsorge an – die Klimarente. Als moderne fondsgebundene Vorsorgelösung leistet die MeinPlan Produktfamilie hier einen wesentlichen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit privater Altersvorsorge.

Ökoworld bewertet in diesem Prozess die Unternehmen, in die investiert wird, mit einem zehnköpfigen Team eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das hauseigene Sustainability Research Team. Penibel werden die Unternehmen nach einer strengen Nachhaltigkeitslogik untersucht. Ökoworld steht im Kontakt mit den Unternehmen und besucht diese im Rahmen seiner Engagementstrategie. Erst wenn das Research-Team keine Bedenken mehr hat, werden die Unternehmen in die Universen aufgenommen und die Fondsmanager der Ökoworld können völlig unabhängig von der Nachhaltigkeitsbewertung mit ihrer Arbeit beginnen.

Als Fazit lässt sich sagen: Der Einstiegszeitpunkt für eine nachhaltige Vorsorge ist derzeit sehr günstig – ein guter Zeitpunkt, für sich selbst oder seine Liebsten das Richtige zu tun. Nie waren die Zeiten besser für „Gewinn mit Sinn“.

Über den Autor

Mathias Pianowski studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete die letzten zwanzig Jahren als Unternehmensberater und Experte zur Nachhaltigkeit. Heute ist er bei der Ökoworld verantwortlich für die Bewertung der Investments aus Nachhaltigkeitssicht.

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