Erinnern Sie sich noch an Norbert Blüm? Der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung tönte in der Bundestagsdebatte vom 10. Oktober 1997: „Zum Mitschreiben: Die Rente ist sicher!“ Die Menschen wurden älter und bekamen weniger Kinder – das Umlagesystem zitterte. Die Rentenreform war im Grundsatz so nötig wie in der Ausführung umstritten. Damals wurde der demografische Faktor und eine Absenkung des Rentenniveaus von 70 auf 64 Prozent beschlossen. Aber ist die Rente damit auf absehbare Zeit sicher? Experten sind sich einig, dass die alleinige staatliche Rente in Zukunft für die meisten Menschen lediglich eine Grundsicherung sein kann.

Warum wir selbst vorsorgen müssen – aber clever

Die private und kapitalgebundene Rentenvorsorge muss daher eine wichtige Säule für das Alter sein. Doch wir leben nicht mehr in den 1990er Jahren. Die Welt wandelt sich massiv. Diesen Sommer bekamen wir eine besondere Vorstellung, worauf wir uns einzurichten haben, wenn es um Umweltthemen und insbesondere um das Klima geht. Die Lebensweise und Unversehrtheit der Menschen, ihre Versorgung mit Gütern und ihr Miteinander sind ernsthaft bedroht. Die Schadensbilanzen durch Naturkatastrophen sind enorm, sei es menschlich oder finanziell.

Worauf also muss man heute achten, wenn man sicher und langfristig vorsorgen möchte? Langfristig gesehen waren die Aktienmärkte immer erfolgreich. Aber die Unsicherheit nimmt zu. Die Welt ist mit vielen Problemen unterschiedlicher Art konfrontiert und die Bedingungen des Wirtschaftens ändern sich fundamental. Wer vorsorgt, muss das berücksichtigen.

Nachhaltigkeitsrisiken werden fundamental

Die Medaille hat zwei Seiten. Zum einen ist es so, dass sich bestimmte Risiken zunehmend auf die langfristigen Gewinne von Unternehmen auswirken. Sie müssen diese zentral gewordenen Nachhaltigkeitsrisiken mittlerweile sogar von Seiten der Regulatorik berücksichtigen. Derzeit können wir allerorten beobachten, was erst der Anfang eines Wandels ist, den die wenigsten bis dato begreifen. Dabei sind die Vorboten nicht zu leugnen:

In China herrscht die längste Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wasserkraftwerke können nicht mehr voll arbeiten und schalten teilweise mehr als fünfzig Prozent ab. Strom wird in der Produktion von Rohstoffen und Gütern gedrosselt und unterbricht Lieferketten. Der Poyang-See als größter Binnensee Chinas hat noch ein Viertel seiner Größe und kann Reisfelder nicht mehr bewässern. Für die Region in Europa sprechen Meteorologen sogar von der schlimmsten Dürre in 500 Jahren.

Auf die Hitzewelle im Sommer folgen im September 2022 zahlreiche Unwetter. Doch ausgedörrte Böden können kein Wasser mehr aufnehmen. Überflutungen gehören zu den Bildern, die wir öfter sehen werden. Die Bilder und Berichte aus Pakistan sind beispiellos. Mehr als 1000 Menschen starben und ein Drittel des Landes steht unter Wasser. Der Klimawandel sorgt dafür, dass derartige Monsun-Ereignisse noch zunehmen. Monsune entstehen über einer Meeresoberfläche, die mindestens 23,5 Grad Celsius hat. Die Temperatur der Meere nimmt zu. Es geht beim Klimawandel niemals darum, dass es im Sommer zwei Grad wärmer ist, sondern immer darum, was das mit den Extremwetterereignissen macht und welche Auswirkungen die Erwärmung auf fragile Systeme hat, die für den Menschen überlebenswichtig sind.

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Auf Unternehmen mit Zukunft setzen – Teil der Lösung sein

Es ist also schon aus rein rationalen Motiven der eigenen Vermögenssicherung das Richtige, in die fondsgebundene Klimarente der LV 1871 zu investieren. Die Klimarente setzt bei Investments auf den Kapitalmärkten auf nachhaltige, resiliente Geschäftsmodelle und auf ein umfassenderes Risikomanagement von Unternehmen. Wer auf Nachhaltigkeit setzt, schützt sein Vermögen besser.

Aber auch die zweite Seite der Medaille wird für immer mehr Menschen wichtiger. Denn das Wirtschaften hat Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und schafft zudem neue Lösungen in Form von innovativen Produkten und Dienstleistungen. Dieser sogenannte „Impact“ ist es, den immer mehr Anleger schätzen. Sie wollen Teil der Lösung sein und nicht Teil des Problems. Sie wollen, dass Unternehmen die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft verringern und ökologisch und sozial verträglich wirtschaften. Wenn man so will, dreht sich hier die Perspektive um.

Fragt die eine Seite der Medaille also, wie man das eigene Vermögen bestmöglich schützt, fragt die andere Seite der Medaille, was man mit seinen Investments tun kann, um die Folgen des Klimawandels oder des Verlustes an Biodiversität zu verhindern und damit bedrohliche Ereignisse abzuwenden oder zumindest abzumildern. Bei der Klimarente gibt es beides und eine Rendite obendrein.

An der Klimarente geht kein Weg mehr vorbei

Die Klimarente setzt konkret auf alle fünf Fonds der Kapitalverwaltungsgesellschaft ÖKOWORLD, die nur in ausgesuchte, ethisch-ökologisch wirtschaftende Unternehmen investieren. Dabei sind die Fonds der ÖKOWORLD umfassend aufgestellt und investieren in Zukunftsthemen, wie in resiliente Wasserinfrastruktur, den Schutz natürlicher Wasserressourcen, in Gesundheit, gesunde Ernährung und klimagerechte Landwirtschaft, in Bildung für nachhaltige Entwicklung, in erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie in die Infrastrukturen von morgen und wichtige Klimaanpassungen. Ausgeschlossen sind in den Fonds zum Beispiel Unternehmen, die tätig sind in Atomkraft, Kohle, Erdöl, Chlorchemie, offene Gentechnik und Militär. Außerdem werden Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit, Raubbau an natürlichen Ressourcen oder vermeidbare Tierversuche nicht akzeptiert.

Meine Einschätzung als Nachhaltigkeitsexperte: Aus mehreren Gründen geht an der Klimarente kein Weg mehr vorbei.

Zum Autor:


Mathias Pianowski, ist Deputy Head of Sustainability Research bei ÖKOWORLD AG. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, insbesondere Finanzwirtschaft und Banken, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung sowie Umweltwirtschaft und Controlling. Sechs Jahre lang leitete er den Geschäftsbereich „Nachhaltigkeit und Innovation“ bei der Unternehmensberatung BCC in Frankfurt am Main und Berlin. Zudem unterrichtete Mathias Pianowski mehr als fünf Jahre lang an der Universität Duisburg-Essen die Fächer Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmensberichterstattung und moderierte ESG-Panels sowie Workshops u.a. für DVFA, FNG und DIRK.

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