Irgendwann spielen viele Studierende verschiedener Studienrichtungen mit dem Gedanken, eine Karriere in die Wissenschaft einzuschlagen. Verständlich, denn das kritische, wissenschaftliche und selbständige Arbeiten ist für viele faszinierend. Man kann neue Probleme identifizieren und Lösungsansätze erarbeiten. Doch nicht immer wird einem zu diesem Vorhaben geraten. Es häuft sich die Einstellung, dass eine Karriere in der Wissenschaft ziemlich komplex sei oder sich kaum lohnen würde. Aber wie sieht es in der Realität aus? Lohnt es sich, dafür zu kämpfen, in der Wissenschaft zu arbeiten? Wie sieht es aus mit dem Gehalt und wie kommt man überhaupt an solche Jobs?

Eine Karriere in der Wissenschaft birgt auch einige Hürden.Wissenschaft oder Wirtschaft?

Wo soll die Karriere denn hinführen – eher in die Wissenschaft oder doch eher in die Wirtschaft? Diese Frage stellen sich junge Forscherinnen und Forscher häufig gegen Ende ihrer Promotion. Denn bekanntermaßen lockt die Wirtschaft mit guten Gehältern und tollen Karrieremöglichkeiten, andererseits steht dem ein Berufsleben in der Wissenschaft gegenüber, mit der Möglichkeit frei zu denken und an einem angesehenen Institut mitzuarbeiten.

Eine allgemeine Empfehlung kann hier natürlich nicht ausgesprochen werden. Diese Entscheidung ist sehr individuell und von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Nicht zuletzt gehören hier eine Menge Engagement, eine Portion Glück, aber auch das entsprechende Interesse dazu.

Eine gute Voraussetzung ist es allerdings schon, wenn man regelrecht für die Wissenschaft brennt und dies im Vordergrund steht und nicht ausschließlich die Gehalts- und Karriereaussichten.

Das Gehalt

Fangen wir doch gleich einmal mit einem nicht unwesentlichen Aspekt an: dem Gehalt. Hier kommt es ganz darauf an, um welchen Sektor es sich handelt und wie schnell man es schafft, die Karriereleiter hinaufzuklettern. Generell befindet man sich mit einem Gehalt aus dem wissenschaftlichen Sektor natürlich nicht am Existenzminimum, in der freien Wirtschaft allerdings lässt sich meistens mehr verdienen. Viele Dozenten an Universitäten haben daher Nebenjobs oder eine zusätzliche Lehrtätigkeit als Berater. Wer aber Wissenschaftler werden will, tut dies meistens ohnehin nicht primär aus dem Grund, sehr viel Geld zu verdienen.

Doktoranden, die eine Professur anstreben, müssen jedoch mit einem ziemlich niedrigen Gehalt auskommen, was mitunter ein Problem werden kann, wenn man davon beispielsweise eine Familie versorgen muss. Nicht selten werden Doktoranden sogar mit Lehraufträgen abgespeist, bei denen sie einen Stundenlohn von 25 Euro bekommen, Sozialversicherung und Bezahlung der Vor- und Nacharbeiten sind hier nicht mit inbegriffen.

Man sollte sich hier bewusst sein, dass das Gehalt deutscher Professoren im Vergleich zu Gehältern in der Wirtschaft und im Vergleich zu den Gehältern an den ausländischen Unis jedenfalls deutlich schlechter ist. Das Gehalt hängt aber nicht nur von der Stelle, sondern auch von dem jeweiligen Bundesland ab. In Hessen verdient ein Professor mit durchschnittlich 80.000 Euro im Jahr beispielsweise am meisten.

Wie sieht es aus mit den Chancen?

Schon die Aussichten auf einen Job als Wissenschaftler sind leider nicht gerade ideal. Nur wenige Studierende schaffen es, einen solchen Job zu ergattern. Und wenn doch, werden sie meist bereits während ihres Studiums gefragt, ob sie an einer solchen Karriere interessiert sind. Außerdem werden hier natürlich entsprechende universitäre Leistungen vorausgesetzt.

Der Doktortitel ist dabei in jedem Fall ein Türöffner, wenn es um einen Job in der Wissenschaft geht.

In den Ingenieurwissenschaften ist auch ein Mittelweg zwischen Forschung und der Wirtschaft möglich. Das liegt daran, dass viele universitäre Forschungsprojekte eng mit der Industrie verbunden sind und der Austausch untereinander im Vergleich zu anderen Fachrichtungen sehr rege ist. So gibt es in den Entwicklungsabteilungen von Klein- und Großbetrieben interessante und vielseitige Möglichkeiten, Pluspunkte für eine spätere Karriere in der Wissenschaft zu sammeln und den Weg dafür zu ebnen. Wer wirtschaftliche Erfahrungen mitbringt, kann also eher auf einen Job in der Wissenschaft hoffen. Dennoch sei auch hier gesagt: der Wechsel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist in den Ingenieurwissenschaften generell einfacher, aber dennoch sind die Professorenstellen eher rar.

Wie sind die langfristigen Aussichten auf eine Karriere in der Wissenschaft?

Eine langfristige Karriere in der Wissenschaft ist oftmals schwierig zu erreichen.Die absolute Mehrheit der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Deutschlands Unis haben nur einen Zeitvertrag. Diese gehen manchmal sogar ganze zwölf Jahre lang. Ohne Habilitation ist die Aussicht auf eine unbefristete Stelle so gut wie gar nicht vorhanden.

Neben der klassischen Professur gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, um eine Anstellung zu bekommen – zum Beispiel in der Wissenschaftsverwaltung. Wer positive Referenzen aufzeigen kann aufgrund von herausragenden Forschungsergebnissen, Vorträgen, Besuchen von Konferenzen und Forschungsaufenthalten im Ausland und einen Doktorvater hat, der bei der Vernetzung unterstützt, der kann auch auf eine Professur mit einem guten Gehalt hoffen.

Promotion ja oder nein?

Auch die Frage stellt sich häufig: soll ich nun promovieren oder lieber doch nicht? Generell raten viel Professoren jungen Studierenden durchaus dazu, zu promovieren. Wer sich noch nicht um eine Familie kümmern muss, hat ein gutes Auskommen und kann diese sehr spannende und bereichernde Zeit nutzen. Eine wirklich erfolgreiche wissenschaftliche Karriere steht allerdings bis dato nur den besten acht bis zehn Prozent aller Doktoranden offen.

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Und was passiert eigentlich, wenn es zu einer Berufsunfähigkeit kommt? Auch wenn keiner wirklich damit rechnet: Es kann auch schon in jungen Jahren passieren, dass man krank wird oder sich ein Unfall ereignet, der dafür sorgt, dass man den Beruf an der Uni nicht mehr in dem Ausmaß wie bisher oder aber gar nicht mehr wahrnehmen kann. Dann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung Gold wert. Unabhängig vom Alter springt die Versicherung unkompliziert mit monatlichen Zahlungen ein.

Die Gestaltungsmöglichkeiten bei der LV 1871 sind flexibel und auch bei Zahlungsschwierigkeiten bieten wir verschiedene Möglichkeiten. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den existenziellen Versicherungen für jeden Menschen und es ist durchaus auch angebracht, schon in jungen Jahren über diese Versicherung nachzudenken.

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