Die Zeit des Studierens ist zweifellos eine der schönsten Zeiten im Leben überhaupt. Später wird man sich immer wieder gerne an die Studienzeit zurückerinnern. Zumindest berichten das die älteren Generationen von ihrer eigenen Studienzeit und kommen dabei gerne mal ins Schwärmen. Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, diese Zeit so gut es geht zu genießen. Viel zu schnell ist sie vorbei und dann geht es los mit dem Arbeitsalltag. Aber seine Finanzen sollte man ohnehin während des Studiums im Blick behalten. Wie es dir gelingt, in deiner Studienzeit mehr finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, erfährst du in unserem Beitrag.

Die wichtigsten Fragen im Überblick 

  • Was bedeutet finanzielle Unabhängigkeit?
  • Wie kann ich als Student Geld sparen?
  • Welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung habe ich während des Studiums?
  • Welcher Nebenjob passt zu mir? Die verschiedenen Möglichkeiten
  • Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung für dich als Student wichtig sein kann

Finanzielle Unabhängigkeit während des Studiums ist der Wunsch von vielen Studenten.

Finanzen während des Studiums

Das mit den Finanzen ist heute als Student gar nicht mehr so einfach zu bewerkstelligen. Um finanzielle Freiheit zu haben, müssen sich viele Studierende nach einem Job umschauen und das, obwohl das Studium an sich schon ganz schön stressig sein kann.

Wie kann es also gelingen, ein tolles Studium zu haben, bei dem man sich noch von morgens bis abends Gedanken machen muss, woher die Kohle kommt? Wie schafft man sich ein Stück weit finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit, sodass nicht die Eltern für alles aufkommen müssen? Was sie im Zweifelsfall vielleicht sogar gar nicht können?

Was bedeuten finanzielle Unabhängigkeit und finanzielle Freiheit?

Es gibt eine offizielle Definition hierfür, von der Studenten aber nur träumen können: Durch ein passives Einkommen aus einem vorhandenen Vermögen wird es ermöglicht, das Leben zu finanzieren, ohne zu arbeiten.

So viel dazu. Ab wann du dich als finanziell unabhängig bezeichnest, ist natürlich Ansichtssache, denn bei jedem ist der Lebensstandard unterschiedlich hoch. Wer einfach lebt und so gut wie keine Konsumgüter kauft, der kann relativ schnell eine finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Wer viel konsumiert, braucht auch viel Geld dafür.

Von finanzieller Unabhängigkeit, die für Studenten in unerreichbarer Ferne scheint, muss man die finanzielle Freiheit unterscheiden. Dabei geht es darum, dass das Einkommen verschiedene Anschaffungen erlaubt und man dann sozusagen finanziell frei ist.

Auf dem Weg zur finanziellen Freiheit –  so kannst du als Student Geld sparen

Die Sache ist ja nicht nur die, dass du als Student im Idealfall ein bisschen Einkommen zur Verfügung hast, sondern dass du auf der anderen Seite auch Geld sparen kannst. Zugegeben: Das ist alles andere als einfach in Zeiten, in denen die Preise überall steigen und steigen. Am besten wäre es wohl, du würdest als Fortbewegungsmittel deine Füße oder ein Fahrrad verwenden, das hält zum einen fit, zum anderen spart es Sprit und schont die Umwelt. Aber auf die Idee bist du vermutlich selbst schon gekommen. Anderer Tipp: Wenn du viel mit der Bahn unterwegs bist, lohnt sich möglicherweise eine Bahncard. Mit dem Semesterticket kannst du auch bares Geld sparen. Außerdem kannst du dir überlegen, eine Mitfahrzentrale zu nutzen. Wenn du ein Auto hast, kannst du dies anderen gegen Gebühr zur Verfügung stellen. Auch hierfür gibt es Portale. 

Es ist schön, wenn man als Student sich keine Sorgen über seine Finanzen machen muss. Das ist Finanzielle Unabhängigkeit.

Tipps zum Sparen als Student

Es gibt eine Reihe weiterer Spartipps für das Studium, die ich dir aus eigener Erfahrung nur ans Herz legen kann.

  • Geld sparen beim Einkaufen

Lebensmittel sind von der Preissteigerung leider nicht ausgenommen. Überlege dir mal, ob Foodsharing für dich infrage kommt. Übrigens gibt es auch im Internet mittlerweile zahlreiche Seiten, auf denen du Lebensmittel ordern kannst, deren Mindesthaltbarkeit bald erreicht ist. Diese sind aber deshalb noch lange nicht schlecht und du kannst damit richtig viel Geld sparen.

  • Stromverbrauch drastisch reduzieren

Achte darauf, dass du keine Elektrogeräte mehr im Stand By Betrieb laufen lässt. Das verschlingt unglaublich viel Strom und demzufolge kannst du auch bares Geld sparen.

  • Koch selber!

Ich weiß, ich weiß: Fast Food muss manchmal einfach sein und Fertigessen ist so ungeheuer praktisch. Aber es kostet nun mal eben unter dem Strich auch mehr. Außerdem ist selber gekochtes Essen gesünder.

  • Steuererklärung abgeben

Ja, auch Studierende können viele Ausgaben von der Steuer absetzen, auch wenn das viele gar nicht wissen. Das kann sich ganz schön lohnen! Was du alles von den Steuern als Student absetzen kannst und warum es sich lohnt? Das erfährst du hier.

  • Gebrauchtes kaufen, Geld sparen

Auch wenn du es bislang noch nicht gemacht hast: Steige auf Gebrauchtes um. Das lohnt sich nicht nur beim Auto, sondern auch bei Kleinigkeiten. Es muss nämlich wirklich nicht immer etwas Neues sein – gerade bei gebrauchten Büchern kannst du jede Menge sparen, aber auch bei Klamotten und dergleichen. Es gibt mittlerweile mehr als genügend Online Secondhand Kaufhäuser, die richtig tolle Sachen anbieten. Ganz nebenbei: Nachhaltiger ist es auch, wenn man nicht immer neu kauft.

  • Nutze Studententarife, wo immer es geht

Viele Firmen bieten gegen Vorlage eines Studentenausweises Rabatte an – sogar bei Internetverträgen und Mietwagen ist das oft der Fall.

  • Vergleichsportale nutzen

Wenn eine größere Anschaffung oder ein Urlaub anstehen, kannst du bei speziellen Vergleichsportalen im Internet vorher schauen, wo es was am günstigsten gibt und dabei Geld sparen.

  • Sport im Freien

Muss es immer das Fitnessstudio sein? Nein, muss es natürlich nicht. Entweder du nimmst am Hochschulsport teil oder du trainierst einfach im Freien oder mit kostenlosen YouTube Videos.

  • Rabattseiten im Internet

Groupon und Co – wer kennt sie nicht? Zugegeben, vieles, was dort als günstig angeboten wird, braucht man nicht wirklich. Aber ich persönlich habe dort schon das ein oder andere Schnäppchen machen können und richtig viel Geld sparen können. Einfach mal ausprobieren!

  • Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Wer denkt schon gerne an eine spätere, eventuell eintretende Berufsunfähigkeit in jungen Jahren? Wohl keiner. Dennoch kann es auch dich treffen – zum Beispiel kurz, nachdem du deinen ersten Job beginnst. Wir wollen ja nicht vom Schlimmsten ausgehen – wer will das schon? – aber dennoch ist keiner vor einem Unfall oder einer schwerwiegenden Krankheit gefeit, die es dann unmöglich machen, im Beruf weiterzuarbeiten oder das Studium zu beenden. Daher kann es sich lohnen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Student abzuschließen.

Unterstützung: Finanzielle Unabhängigkeit – diese Möglichkeiten hast du

Finanziell frei: Die Sache mit dem BAföG

Um BAföG zu bekommen, gibt es ein paar wichtige Kriterien. Oftmals werden die Anträge abgelehnt, weil die Eltern zu viel Geld verdienen. Schade eigentlich. Versuchen kannst du es aber trotzdem mal. Es könnte sich sogar unter Umständen ein erneuter Antrag lohnen, auch wenn der erste abgelehnt wurde. Zum Beispiel dann, wenn der Job der Eltern durch die Corona-Krise finanzielle Einbußen mit sich bringt. Aber auch das Alter oder die Überschreitung der maximalen Förderungszeit könnte BAföG im Weg stehen.

Wohngeld

Manchmal kannst du auch Wohngeld bekommen. Das trifft dann zu, wenn du als Studierender nachweisen kannst, dass deine Einkünfte eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Sollte also BAföG abgelehnt werden, ist das Beantragen von Wohngeld einen Versuch wert.

Nicht vergessen darf man aber bei der ganzen Debatte, dass Eltern prinzipiell erst mal per Gesetz dazu verpflichtet sind, dich finanziell während deines Studiums zu unterstützen. Dafür vorgesehen sind ca. 860 Euro pro Monat – allerdings nur dann, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern im Haushalt lebst. Das ist ein ziemlich hoher Betrag und nicht alle Eltern können das so ohne weiteres bezahlen.

Nebenjob

Die Kohle fehlt dir vorne und hinten? Für eine finanzielle Unabhängigkeit während des Studiums steht daher der Nebenjob ganz oben auf der Wunschliste. Voraussetzung: Er muss sich irgendwie mit dem Studium unter einen Hut bringen lassen – logisch. Minijobs sind steuerfrei und daher besonders beliebt.

Prinzipiell sind Nebenjobs eine tolle Finanzspritze während des Studiums, auch dann, wenn du von deinen Eltern unterstützt wirst und selbst dann, wenn du BAföG bekommst. Davon abgesehen kannst du auch bei einem Job, der mit deinem Studienfach so gar nichts zu tun hat, viel über dich und das (Berufs-) Leben lernen. Egal, ob es sich dabei ums Kellnern handelt, ob du Nachhilfe gibst oder schichtest – um irgendeine Erfahrung wird man bei derlei Jobs immer reicher! Du lernst den Umgang mit anderen Menschen und du wirst dir klar darüber, was du eigentlich vom Arbeitsleben erwartest.

Welcher Nebenjob passt zu mir?

Der Klassiker als Nebenjob ist nach wie vor das Kellnern. Des kann dir auf dem Weg zur Finanzieller Unabhängigkeit helfen.

Kellnern

Der Klassiker als Nebenjob ist nach wie vor das Kellnern. Ein Café oder ein Restaurant, welches händeringend Kellner sucht, gibt es eigentlich überall. Oftmals suchen auch Kinos oder andere Freizeiteinrichtungen Aushilfen oder Jobber. 

Eine Stelle als Hilfswissenschaftler

Eine weitere Möglichkeit, die auch im Hinblick auf deine Zukunft Vorteile hat, ist die, dir eine Stelle als Hilfswissenschaftler zu suchen. Als Studieneinsteiger wirst du hierbei aber nur geringe Chancen haben, du solltest also bereits ein paar Semester hinter dich gebracht haben.

Werkstudentenjob

Viele Firmen bieten die Möglichkeit an, als Werkstudent zu arbeiten. Das ist eigentlich der perfekte Einstieg ins Arbeitsleben, denn wenn du als Werkstudent bereits Erfahrungen und Kontakte geknüpft hast, fällt dir hinterher der Berufsstart leichter. Du unterschreibst einen Arbeitsvertrag und bist in Teilzeit angestellt. Etwas Besseres kann dir kaum passieren. Wenn du allerdings BAföG bekommst, darfst du nicht über einen bestimmten Betrag kommen beim Verdienst.

Arbeiten in den Semesterferien

Falls es dir möglich ist, kannst du dich während des Sommersemesters bei diversen Firmen in deiner Nähe für einen Ferienjob bewerben und dann in drei oder vier Wochen so viel verdienen, dass du das Jahr über davon gut über die Runden kommst.

Finanzielle Freiheit durch Studienkredit

Wenn gar nichts geht, dann kannst du auch diese Option in Erwägung ziehen: Mit einem Studienkredit schaffst du dir mehr finanziellen Spielraum und kannst in Sachen Studium voll durchstarten. Bei einem Kredit solltest du aber nie vergessen, dass dieser auch irgendwann zurückgezahlt werden will. Sich in so jungen Jahr zu verschulden ist zwar einerseits verlockend, andererseits gut zu überlegen.

Finanziell frei durch Stipendium

Auch das ist eine Möglichkeit, wenn auch die Chancen darauf nicht ganz so hoch sind. Du musst dafür entgegen der allgemeingültigen Meinung auch nicht zu den Allerbesten gehören: Ein Stipendium ermöglicht dir einen Finanzzuschuss, den du nicht mehr zurückzahlen musst. Es gibt mittlerweile mehr als 800 Stipendienprogramme, sodass es sich lohnt, diese mal durchforsten und sich zu bewerben.

BU für Studenten bei der LV 1871

Eine BU kann sich auch für Studenten lohnen, die kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen. Ohnehin ist eine BU eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Denn: Was passiert, wenn du in deinem Beruf nicht mehr weiterarbeiten kannst? Oder wenn du dein Studium nicht beenden kannst? Richtig, du wirst dann leider nicht vom staatlichen Sicherungssystem aufgefangen. Zumindest nicht so, dass du weiterhin ein finanzielles freies Leben führen kannst. Wie auch? Auf eine Erwerbsminderungsrente hoffst du in dem Fall vergeblich.

Es lohnt sich daher immer, schon rechtzeitig vorzusorgen. Auch als Student.

Sprich uns zu unseren BU-Optionen gerne einmal persönlich an, wir beraten dich umfassend und unverbindlich.

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