1 Suchergebnisse gefunden

Welche Bestattungsarten gibt es? Wie läuft eine Trauerfeier ab? Worauf muss ich bei der Organisation achten? Wer eine Bestattung organisiert, muss an eine Menge Details denken. Manchmal helfen ein paar einfache Hinweise, um das Vorgehen zu erleichtern. Unsere Checkliste für Beerdigungen am Ende des Beitrags fasst die wichtigsten Tipps zusammen.

Wichtig vorab: Informiere dich, ob der Verstorbene vielleicht bereits selbst Vorkehrungen für die Beerdigung getroffen hat. Besonders ältere Menschen planen die wichtigsten Umstände ihrer Beerdigung häufig im Voraus. Manche haben eventuell einen Vorvertrag bei einem Bestatter hinterlegt oder eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, die für die Kosten der Beerdigung aufkommen kann. Wer seine Bestattung selbst organisiert, entlastet Angehörige und kann sicherstellen, dass die eigenen Vorstellungen verwirklicht werden. Egal, ob du deine Bestattung selbst planen willst oder die Organisation für einen verstorbenen Freund oder Angehörigen vornehmen musst: Unterstützung findest du unter anderem bei Bestattungsunternehmen oder professionellen Trauerbegleitern. Bei der Suche nach einem geeigneten Beerdigungsinstitut helfen ein regionales Branchenbuch oder Onlineverzeichnisse wie zum Beispiel Bestattungsplanung.de

Checkliste – Zehn Dinge, an die Sie bei der Organisation einer Bestattung denken sollten:

  1. Bestatter auswählen und Bestattungsvertrag abschließen – Bei einem plötzlichen Todesfall muss dies sogar relativ schnell geschehen. Im Regelfall hat man 36 Stunden Zeit, bevor der Verstorbene dem Bestatter übergeben werden muss. Die Frist schwankt, je nach Bundesland, zwischen 24 und 36 Stunden.
  2. Friedhof, Kirche, Trauerhalle auswählen – Generell kann jeder Friedhof oder jede Kirche frei gewählt werden. Einen Anspruch auf das Grab hat der Verstorbene jedoch ausschließlich in der Stadt oder Gemeinde, in welcher dieser auch gemeldet war. Eine weitere Voraussetzung für eine kirchliche Beerdigung ist, dass die verstorbene Person auch Mitglied der Kirche war. Andernfalls ist eine kirchliche Bestattung nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.
  3. Sarg oder Urne auswählen – Selbstverständlich hat der Wunsch des Verstorbenen oberste Priorität. Wurden jedoch keine Wünsche geäußert, stellt sich bald die Frage, ob es sich um eine Urnen- oder Sargbeerdigung handeln soll. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, entscheiden sich viele Personen immer öfter für die Urne.
  4. Termin für Trauerfeier festlegen und bekanntgeben – Es ist sinnvoll einen Termin für die Trauerfeier zu wählen, den alle Nahestanden des Verstorbenen auch wahrnehmen können. Vor allem weite Anreisen oder ähnliches sollten berücksichtigt werden. Des Weiteren müssen im Folgenden alle Beteiligten rechtzeitig über das Datum informiert werden.
  5. Ablauf der Beisetzung mit Sprecher oder Pfarrer besprechen – Oftmals hat man bei der Gestaltung der Beisetzung einen recht großen Handlungsspielraum. Je nach dem, ob es sich um eine kirchliche Beerdigung handelt oder nicht, muss diese in jedem Fall mit dem Pfarrer oder Sprecher aufgearbeitet werden. Hier bietet es sich an Raum für kleinere Rituale wie Kerzen anzünden oder auch das Vortragen eigener kleiner Texte mit einzubauen.
  6. Blumenschmuck und Musik für die Beerdigung auswählen – Neben dem klassischen „Ave Maria“ gibt es unzählige Möglichkeiten, die Beerdigung musikalisch zu untermalen. Es sollte hier darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Musik und Ansprachen der Nahestende, Sprechern und Pfarrer stimmig ist. Besonders geeignet sind in der Regel Musikstücke aber auch Blumen, die mit dem Verstorbenen in Verbindung stehen oder an ihn erinnern.
  7. Abholung und Überführung des Toten organisieren – Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Überführung eines Verstorbenen nur durch ein Bestattungsinstitut durchgeführt werden darf. Die Termine müssen daher selbstverständlich auch rechtzeitig mit dem jeweiligen Bestatter kommuniziert werden.
  8. Eventuell Restaurant oder Catering für Trauerkaffee reservieren – Für den Leichenschmaus oder den Trauerkaffee eigne sich Restaurants, die sich in der Nähe des Ortes der Bestattung befinden. Man sollte sich vor der Reservierung Gedanken machen, welche Gäste nach der Trauerfeier am gemeinsamen Essen teilnehmen soll. Üblicherweise sind dies die Familie, nahestehende Personen und eventuell auch der Pfarrer oder Sprecher.
  9. Eventuell Sonderurlaub beantragen – Leider wird der Sonderurlaub oftmals nur engsten Verwandten des Verstorbenen gewährt. Dieser ist aber durchaus sinnvoll, da ein Todesfall in der Familie nicht nur viel Zeit für die Verarbeitung des Ereignisses bedarf, sondern auch einen hohen Grad an Organisation mit sich bringt.
  10. Kleidung für die Trauerfeier bereitlegen – Am Tag der Beerdigung sollte möglichst wenig organisiert oder geplant werden müssen. Daher ist es sinnvoll möglichst viel schon zuvor zu erledigen. Dies betrifft auch die Wahl der Kleidung für die Trauerfeier. Falls der Verstorbene nicht spezielle Wünsche, wie besonders bunte Kleider, geäußert hat, sollte auf schwarze Kleidung zurückgegriffen werden.

Beerdigungskosten nicht unterschätzen

Viele unterschätzen die Beerdigungskosten. Im Durchschnitt belaufen sie sich auf rund 5.000 Euro. Die Kosten können aber – je nach Region und Umfang der Beisetzung – schon einmal bis zu 10.000 Euro betragen. Wesentliche Kostenpunkte sind Gebühren, die im Zusammenhang mit der Friedhofsnutzung anfallen, Kosten für die Dienstleistungen von Bestatter, Steinmetz, Friedhofsgärtner oder Florist und gegebenenfalls Catering.

Erbitte beim Gespräch mit dem Bestatter deshalb auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag. Darauf kannst du dich bei Vertragsabschluss berufen. Zudem empfiehlt es sich, die Preisangaben genau zu prüfen. Manche Dienstleister nennen einen Pauschalpreis, der nicht alle Inklusivleistungen auflistet und den Vergleich erschwert oder die Angaben sind irreführend; manchmal wird ein „Sarg mit Innenauskleidung“ aufgelistet, es gibt aber keine Särge ohne Innenauskleidung. Bisweilen handelt es sich also nicht um ein Komplettangebot. Es können weitere Kosten entstehen, die nach Aufwand berechnet werden. Sofern möglich empfiehlt es sich also immer, die Preise zu vergleichen.

Ist ein Bestatter gefunden und ein Vertrag geschlossen, gilt es die Details der Beisetzung festzulegen. Wichtig zu wissen ist die Art der Bestattung: Sarg oder Urne sind am häufigsten, aber auch eine Seebestattung oder eine Baumbestattung sind in Deutschland möglich. Die Urne wird dabei im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt.

Informiere Angehörige und Freunde über den Tag der Beisetzung. Du kannst dafür eine Traueranzeige in der (regionalen) Tageszeitung schalten oder Menschen aus dem Umfeld des Verstorbenen telefonisch oder mit einer Trauerkarte zur Beisetzung einladen.

Mit dem Bestatter, einem Pfarrer oder einem Trauerbegleiter können Wünsche für den Ablauf der Trauerfeier besprechen werden. Diese feierliche Zeremonie zur Abschiednahme findet meist in einer Trauerhalle oder bei kirchlichen Bestattungen in einer Aussegnungshalle oder Friedhofskapelle statt. Überlegen dir, ob die Trauerhalle mit persönlichen Gegenständen, einem Bild des Verstorbenen oder besonderen Blumen schmücken willst. Bestatter, geschulte Trauerredner und Pfarrer können ebenso bei der Auswahl der passenden Musik helfen. Sollen es klassische Stücke sein oder legen Sie mehr Wert darauf, die Lieblingsmusik des Verstorbenen zu spielen? Welche Trauersprüche sollen verwendet werden?

Auch beim Blumenschmuck gibt es einige Entscheidungen zu treffen. Das Bukett, das Sarg oder Urne schmückt, wird von den Angehörigen ausgewählt. Üblicherweise werden diese Buketts mit einer breiten Schleife und einem Abschiedsgruß versehen. Für die Blumenauswahl kommt jahreszeitlicher Blumenschmuck in Frage oder auch die Lieblingsblumen des Verstorbenen.

Eine Checkliste für die Beerdigung kann dabei weiterhelfen, nichts wichtiges zu vergessen.

Trauerrede von Freunden oder mit Sprecher gestalten

Zu den wesentlichen Elementen einer Trauerfeier gehört die Trauerrede, entweder von einem weltlichen oder geistlichen Sprecher. Alternativ kannst du auch auf einen Sprecher verzichten und stattdessen Freunde zu Wort kommen lassen. Im Mittelpunkt der Rede sollte die Persönlichkeit des Verstorbenen stehen. Sie gilt es in der Trauerrede nachzuzeichnen.

Der Tag der Bestattung selbst ist für viele eine emotionale Belastung. Kleiden Sie sich in gedeckten Farben, üblich sind ein schwarzer oder dunkler Anzug mit entsprechender Krawatte für Männer und ebensolche Farben für Kleid, Kostüm, Rock oder Hose bei Damen. Auf extravaganten Schmuck oder Makeup sollte man verzichten. Achte bei der Kleiderwahl aber auch auf die Wetterlage und stecken für den Notfall einen Regenschirm ein. Ebenso sollten genügend Taschentücher und Kleingeld für die Kollekte oder andere Helfer vorhanden sein, die dir im Laufe des Tages zur Seite stehen – zum Beispiel Sargträger oder Fahrer. Nahe Angehörige haben für die Beerdigung und die dazugehörige Organisation je nach Tarifregelung übrigens Anspruch auf Sonderurlaub.

Traditionell findet im Anschluss an die Beisetzung ein Leichenschmaus oder Trauerkaffee für Familie und enge Freunde statt. Dabei wird häufig Kaffee und Kuchen gereicht, seltener ein Mittagessen. Wie viele Gäste du einlädst, hängt auch davon ab, wie viel Geld du ausgeben willst und kannst. Meist erfolgt diese Einladung mündlich. Häufig wird ein Restaurant dafür gewählt. Wer Geld sparen oder lieber in seiner gewohnten Umgebung sein will, kann auch zu sich nach Hause einladen.

Mit Freunden und Angehörigen über den Abschied sprechen

Gelegentlich kommt es auch vor, dass Verstorbene gar keine Trauerfeier wünschen oder sehr spezielle Wünsche für Ihre Beisetzung haben. Wenn du die Beerdigung für einen Freund oder Angehörigen planen musst, solltest du dich nach den Wünschen und Vorstellung der Verstorbenen richten, natürlich sofern du diese kennst. Es empfiehlt sich also schon vorausschauend einmal über die Vorstellungen zu sprechen.

Was man außerdem in Zeiten der Covid-19-Pandemie beachten sollte

  1. Abstandsregeln einhalten:
    Auf körperliche Gesten von Trauer sowie nahes Beieinandersitzen sollte aus Ansteckungsgefahr vermieden werden.
  2. Nur im engsten Kreis trauern:
    Um die Ansteckungsgefahr zu verringern sollte nur im engsten Familienkreis getrauert werden. Größere Trauerfeiern soll man auf eine Zeit nach der Pandemie verlegen.
  3. Der Bestatter vor Ort kennt sich mit den genauen Regeln aus:
    Da jedes Bundesland andere Regeln für Beerdigungen hat, solltest du dich an einen lokalen Bestatter wenden, um genauere Fragen rund um Teilnehmerzahl und Ablauf der Beerdigung mit ihm zu klären.

Schwager, Schwägerin, Schwiegermutter – gibt es hier eine Erbfolge?

Wie sieht die Erbfolge aus, wenn kein Testament vorliegt? Und kann die Schwiegermutter unter Umständen erben? Wir geben Aufschluss....
Weiterlesen
LV 1871
Versicherungen

STERBEGELDVERSICHERUNG BEERDIGUNGSKOSTEN

Wer die Beerdigungskosten abgesichert haben möchte, sorgt mit einer Sterbegeldversicherung vor....
Mehr erfahren

Digitaler Grabstein – Ein QR-Code auf dem Grabstein

Unsere Welt verändert sich. Sie wird zweifellos zunehmend digitaler und das zeigt sich -auch wenn es sich seltsam anhören mag – sogar beim Sterben. Die...
Weiterlesen
LV 1871
Versicherungen

Sterbegeld-versicherung ohne Wartezeit

Unter der Wartezeit versteht man üblicherweise die Zeit zwischen dem vertraglich festgelegten Beginn der Versicherung und dem ersten Tag, ab dem eine Versicherungsleistung in Anspruch...
Mehr erfahren
weitere Artikel laden...
Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter alle 14 Tage

Werden Sie Teil der Community

 Ja, ich möchte den Vorsorgeweitblick-Newsletter mit den aktuellsten Beiträgen und ausgewählten Produktinformationen der LV 1871 kostenfrei und jederzeit widerruflich abonnieren. Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten zum Zwecke der Newsletterversendung und zur Analyse meines Nutzerverhaltens verarbeitet werden. Die Hinweise zum Datenschutz habe ich zur Kenntnis genommen. (*Pflichtfelder) 

Wir verwenden Sendinblue als unsere Marketing-Plattform. Wenn Sie das Formular ausfüllen und absenden, bestätigen Sie, dass die von Ihnen angegebenen Informationen an Sendinblue zur Bearbeitung gemäß den Nutzungsbedingungen übertragen werden.

Die 10 schönsten Ideen, eine Schwangerschaft zu verkünden

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie eine Schwangerschaft verkündet werden kann. Hier gibt es 10 wunderschöne Ideen, welche die Verkündung unvergesslich machen....
Weiterlesen

Mein Kind wird volljährig und jetzt?

Endlich ist das eigenen Kind volljährig. Aber was bedeutet das eigentlich? Wir zeigen, welche Veränderungen der 18. Geburtstag mit sich bringt....
Weiterlesen

Wieviel Taschengeld soll mein Kind bekommen?

Muss ich meinem Kind Taschengeld geben? Wie viel und in welchem Rhythmus? In diesem Artikel erfährst du alles, was du über das Thema Taschengeld wissen...
Weiterlesen

Sinnvolle Hobbys für Kinder – Das sind die ultimativen Tipps

Mit dem richtigen Hobby lassen sich die Talente von Kindern schon frühzeitig fördern. Was müssen Eltern aber unbedingt beachten, um ein sinnvolles Hobby zu finden,...
Weiterlesen
weitere Artikel laden...