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Welche Bestattungsarten gibt es? Wie läuft eine Trauerfeier ab? Worauf muss ich bei der Organisation achten? Wer eine Bestattung organisiert, muss an eine Menge Details denken. Manchmal helfen ein paar einfache Hinweise, um das Vorgehen zu erleichtern. Unsere Checkliste für Beerdigungen am Ende des Beitrags fasst die wichtigsten Tipps zusammen.

Wichtig vorab: Informiere dich, ob der Verstorbene vielleicht bereits selbst Vorkehrungen für die Beerdigung getroffen hat. Besonders ältere Menschen planen die wichtigsten Umstände ihrer Beerdigung häufig im Voraus. Manche haben eventuell einen Vorvertrag bei einem Bestatter hinterlegt oder eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, die für die Kosten der Beerdigung aufkommen kann. Wer seine Bestattung selbst organisiert, entlastet Angehörige und kann sicherstellen, dass die eigenen Vorstellungen verwirklicht werden. Egal, ob du deine Bestattung selbst planen willst oder die Organisation für einen verstorbenen Freund oder Angehörigen vornehmen musst: Unterstützung findest du unter anderem bei Bestattungsunternehmen oder professionellen Trauerbegleitern. Bei der Suche nach einem geeigneten Beerdigungsinstitut helfen ein regionales Branchenbuch oder Onlineverzeichnisse wie zum Beispiel Bestattungsplanung.de

Beerdigungskosten nicht unterschätzen

Viele unterschätzen die Beerdigungskosten. Im Durchschnitt belaufen sie sich auf rund 5.000 Euro. Die Kosten können aber – je nach Region und Umfang der Beisetzung – schon einmal bis zu 10.000 Euro betragen. Wesentliche Kostenpunkte sind Gebühren, die im Zusammenhang mit der Friedhofsnutzung anfallen, Kosten für die Dienstleistungen von Bestatter, Steinmetz, Friedhofsgärtner oder Florist und gegebenenfalls Catering.

Erbitte beim Gespräch mit dem Bestatter deshalb auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag. Darauf kannst du dich bei Vertragsabschluss berufen. Zudem empfiehlt es sich, die Preisangaben genau zu prüfen. Manche Dienstleister nennen einen Pauschalpreis, der nicht alle Inklusivleistungen auflistet und den Vergleich erschwert oder die Angaben sind irreführend; manchmal wird ein „Sarg mit Innenauskleidung“ aufgelistet, es gibt aber keine Särge ohne Innenauskleidung. Bisweilen handelt es sich also nicht um ein Komplettangebot. Es können weitere Kosten entstehen, die nach Aufwand berechnet werden. Sofern möglich empfiehlt es sich also immer, die Preise zu vergleichen.

Ist ein Bestatter gefunden und ein Vertrag geschlossen, gilt es die Details der Beisetzung festzulegen. Wichtig zu wissen ist die Art der Bestattung: Sarg oder Urne sind am häufigsten, aber auch eine Seebestattung oder eine Baumbestattung sind in Deutschland möglich. Die Urne wird dabei im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt.

Informiere Angehörige und Freunde über den Tag der Beisetzung. Du kannst dafür eine Traueranzeige in der (regionalen) Tageszeitung schalten oder Menschen aus dem Umfeld des Verstorbenen telefonisch oder mit einer Trauerkarte zur Beisetzung einladen.

Mit dem Bestatter, einem Pfarrer oder einem Trauerbegleiter können Wünsche für den Ablauf der Trauerfeier besprechen werden. Diese feierliche Zeremonie zur Abschiednahme findet meist in einer Trauerhalle oder bei kirchlichen Bestattungen in einer Aussegnungshalle oder Friedhofskapelle statt. Überlegen dir, ob die Trauerhalle mit persönlichen Gegenständen, einem Bild des Verstorbenen oder besonderen Blumen schmücken willst. Bestatter, geschulte Trauerredner und Pfarrer können ebenso bei der Auswahl der passenden Musik helfen. Sollen es klassische Stücke sein oder legen Sie mehr Wert darauf, die Lieblingsmusik des Verstorbenen zu spielen? Welche Trauersprüche sollen verwendet werden?

Auch beim Blumenschmuck gibt es einige Entscheidungen zu treffen. Das Bukett, das Sarg oder Urne schmückt, wird von den Angehörigen ausgewählt. Üblicherweise werden diese Buketts mit einer breiten Schleife und einem Abschiedsgruß versehen. Für die Blumenauswahl kommt jahreszeitlicher Blumenschmuck in Frage oder auch die Lieblingsblumen des Verstorbenen.

Eine Checkliste für die Beerdigung kann dabei weiterhelfen, nichts wichtiges zu vergessen.

Trauerrede von Freunden oder mit Sprecher gestalten

Zu den wesentlichen Elementen einer Trauerfeier gehört die Trauerrede, entweder von einem weltlichen oder geistlichen Sprecher. Alternativ kannst du auch auf einen Sprecher verzichten und stattdessen Freunde zu Wort kommen lassen. Im Mittelpunkt der Rede sollte die Persönlichkeit des Verstorbenen stehen. Sie gilt es in der Trauerrede nachzuzeichnen.

Der Tag der Bestattung selbst ist für viele eine emotionale Belastung. Kleiden Sie sich in gedeckten Farben, üblich sind ein schwarzer oder dunkler Anzug mit entsprechender Krawatte für Männer und ebensolche Farben für Kleid, Kostüm, Rock oder Hose bei Damen. Auf extravaganten Schmuck oder Makeup sollte man verzichten. Achte bei der Kleiderwahl aber auch auf die Wetterlage und stecken für den Notfall einen Regenschirm ein. Ebenso sollten genügend Taschentücher und Kleingeld für die Kollekte oder andere Helfer vorhanden sein, die dir im Laufe des Tages zur Seite stehen – zum Beispiel Sargträger oder Fahrer. Nahe Angehörige haben für die Beerdigung und die dazugehörige Organisation je nach Tarifregelung übrigens Anspruch auf Sonderurlaub.

Traditionell findet im Anschluss an die Beisetzung ein Leichenschmaus oder Trauerkaffee für Familie und enge Freunde statt. Dabei wird häufig Kaffee und Kuchen gereicht, seltener ein Mittagessen. Wie viele Gäste du einlädst, hängt auch davon ab, wie viel Geld du ausgeben willst und kannst. Meist erfolgt diese Einladung mündlich. Häufig wird ein Restaurant dafür gewählt. Wer Geld sparen oder lieber in seiner gewohnten Umgebung sein will, kann auch zu sich nach Hause einladen.

Mit Freunden und Angehörigen über den Abschied sprechen

Gelegentlich kommt es auch vor, dass Verstorbene gar keine Trauerfeier wünschen oder sehr spezielle Wünsche für Ihre Beisetzung haben. Wenn du die Beerdigung für einen Freund oder Angehörigen planen musst, solltest du dich nach den Wünschen und Vorstellung der Verstorbenen richten, natürlich sofern du diese kennst. Es empfiehlt sich also schon vorausschauend einmal über die Vorstellungen zu sprechen.

Checkliste – Zehn Dinge, an die Sie bei der Organisation einer Bestattung denken sollten:

  1. Bestatter auswählen und Bestattungsvertrag abschließen
  2. Friedhof, Kirche, Trauerhalle auswählen
  3. Sarg oder Urne auswählen
  4. Termin für Trauerfeier festlegen und bekanntgeben
  5. Ablauf der Beisetzung mit Sprecher oder Pfarrer besprechen
  6. Blumenschmuck und Musik für die Beerdigung auswählen
  7. Abholung und Überführung des Toten organisieren
  8. Eventuell Restaurant oder Catering für Trauerkaffee reservieren
  9. Eventuell Sonderurlaub beantragen
  10. Kleidung für die Trauerfeier bereitlegen

Was man außerdem in Zeiten der Covid-19-Pandemie beachten sollte

  1. Abstandsregeln einhalten:
    Auf körperliche Gesten von Trauer sowie nahes Beieinandersitzen sollte aus Ansteckungsgefahr vermieden werden.
  2. Nur im engsten Kreis trauern:
    Um die Ansteckungsgefahr zu verringern sollte nur im engsten Familienkreis getrauert werden. Größere Trauerfeiern soll man auf eine Zeit nach der Pandemie verlegen.
  3. Der Bestatter vor Ort kennt sich mit den genauen Regeln aus:
    Da jedes Bundesland andere Regeln für Beerdigungen hat, solltest du dich an einen lokalen Bestatter wenden, um genauere Fragen rund um Teilnehmerzahl und Ablauf der Beerdigung mit ihm zu klären.

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