Wie steht es eigentlich um die staatliche Altersvorsorge in Deutschland? Sind die Deutschen finanziell gut gerüstet, wenn sie in Rente gehen? Ist die Altersvorsorge ausreichend hoch, so dass man die Rente ohne große finanzielle Einbußen genießen kann oder gibt es hier Lücken?

Jedes Jahr wird von einem Beratungsunternehmen namens Mercer ein internationaler Vergleich aufgestellt in Sachen Vorsorge. Eine immer wieder interessante Frage: Wie schneidet Deutschland ab? Das Ergebnis ist ernüchternd, wenn auch nicht wirklich überraschend. Schon seit einigen Jahren landet Deutschland hier nur im Mittelfeld. Es gibt auf jeden Fall Nachbesserungsbedarf, vor allem im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge.

Bei der staatlichen Altersvorsorge lohnt sich auch ein Blick auf die Nachbarländer.

Zunehmend alternde Gesellschaft als Problem?

Man könnte meinen, dass die teilweise mangelhafte Versorgung im Alter durch die alternde Gesellschaft zustande kommt. Das ist aber ein Trugschluss, denn mit diesem Problem ist Deutschland nicht alleine. Auch in anderen Ländern verschiebt sich das Alter immer weiter in Richtung Rente, so dass immer weniger Arbeitnehmer zur Verfügung stehen, welche die Rente für immer mehr Rentner bezahlen. Es lohnt sich also in jedem Fall ein Blick ins Ausland, um zu erfahren, wie andere Länder das Thema Rente und Altersvorsorge in Angriff nehmen.

Deutschland auf den mittleren Plätzen, Altersvorsorge eher mittelmäßig

Insgesamt wurden bei diesem Vergleich ganze 43 Staaten analysiert und das Ergebnis lässt aufhorchen: das deutsche Rentensystem ist alles andere als herausragend. Es landete bei möglichen 100 Punkten bei 67,9 und somit im Mittelfeld bzw. auf Platz 14 der 43 Länder, um die es ging. Immerhin: im Gesamtergebnis hat sich Deutschland bei dieser Analyse immer wieder ein kleines Stück verbessern können.

Wie sieht es bei den anderen Ländern aus?

In Sachen staatliche Altersvorsorge ist Island ganz vorne.

Interessant ist aber vor allem, welche Länder es denn auf die Spitzenplätze geschafft haben und natürlich auch, warum dem so ist.

Auf Platz eins landete Island, welches in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Untersuchung dabei war. Isländer kommen in der Genuss einer ausgesprochen hohen staatlichen Rente zudem gibt es hier eine obligatorische betriebliche Altersvorsorge.

Neben Island schnitten auch Länder wie Dänemark und die Niederlande mit Bestnoten ab, ebenfalls lobenswert weit vorne liegen die Schweden, Israel, Norwegen und Australien. Die hinteren Plätze hingegen belegten die Philippinen, Argentinien und Thailand.

Deutschlands Altersvorsorge: Luft nach oben

Insgesamt kann man natürlich mit dem Platz im soliden Mittelfeld zufrieden sein, man kann es aber auch anders sehen: es gibt noch Luft nach oben. Die betriebliche Altersvorsorge zum Beispiel könnte an einigen Stellen noch gefördert und gestärkt werden. Vor allem bei Frauen ist die Versorgungslücke nach wie vor zu groß. Die betriebliche Altersvorsorge kann hier einen großen Beitrag dazu leisten, diese Lücke zu verkleinern oder zu schließen.

Außerdem sollte nach Ansicht einiger Experten die Mindestrente für Niedriglohnempfänger angehoben werden.

Es sei wichtig, dass staatliche Rente und Rentenalter im Einklang stehen mit der immer zunehmenden Lebenserwartung der Deutschen. Regierungen anderen Länder hätten dies bereits realisiert und auch umgesetzt, in Deutschland müsste hier also noch etwas passieren.

Auswirkungen der Covid-Krise auf die Rente

Auch die Covid-Krise zeigt ihren Einfluss auf die staatliche Altersvorsorge.

Der Hauptverfasser der Studie bei Mercer betonte, dass Covid-19 die Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Rente verschärfe. Aufgrund der weltweiten Gesundheitskrise wurde eine massive wirtschaftliche Rezession verursacht, die in den meisten Ländern zu verringerten Rentenbeiträgen führte. Dies würde sich auf die künftigen Renten auswirken, was wiederum bedeutet, dass einige Menschen länger arbeiten müssten, um das Rentenniveau aufrecht zu erhalten, andere wiederum müssten sich schlicht mit einem niedrigeren Lebensstandard abbilden.

Ein Problem sei auch die gestiegene Staatsverschuldung, die die Fähigkeit der Regierungen vielerorts einschränken würde, die ältere Bevölkerung ausreichend zu unterstützen.

Leider wurde durch die Covid Krise die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bei der Altersvorsorge sogar noch verschärft – zum Beispiel im Bereich des Gastgewerbes, bei dem Frauen mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer ausmachen.

Selbst für das Alter vorsorgen

Fest steht also nach all diesen Analysen eine Tatsache, die uns auch vorher schon klar war: die staatliche Altersrente wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht so hoch ausfallen, als dass sich künftige Rentner den gleichen Lebensstandard leisten könnten wie bisher. Das kommt alles andere als überraschend und man kann nur immer wieder betonen, dass sich eine private Rentenvorsorge deshalb in jedem Fall lohnt.

Das Portfolio der LV 1871 ist hier ausgesprochen umfangreich: von der Basisrente über die fondsgebundene Rentenversicherung bis hin zur betrieblichen Altersvorsorge bieten wir hier für jeden eine passende und maßgeschneiderte Lösung an. 

Während der eine Wert auf maximale Flexibilität legt, achtet der andere vielleicht eher auf attraktive Renditechancen. Egal, für welche der Versicherungen du dich entscheidest: eine private Altersversorgung gibt dir die Sicherheit, auch im Alter noch einen ausreichend hohen Lebensstandard beibehalten zu können. Ein gutes Gefühl!

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