Berufsunfähigkeitsversicherung LV 1871

Die Digitalisierung macht vor keinem Bereich Halt, auch nicht vor der Pflege. Das hat, auch wenn es sich anfangs etwas befremdlich anhören mag, durchaus auch Vorteile: Weil in der Pflege schon seit Jahren ein Mangel an Fachkräften herrscht, kann eine angemessene Betreuung durch digitale Assistenzsysteme unterstützt werden. Es ist mithilfe dieser digitalen Pflege zum Beispiel möglich, dass Senioren länger in ihrer eigenen Wohnung oder Haus bleiben können und erst später in ein Pflegeheim umziehen müssen.

Wie kann eine digitale Pflege funktionieren?

Es gibt viele verschiedene Ansätze. Wenn zum Beispiel das Kochen alleine nicht mehr so gut klappt, steht ein Roboter zur Seite, der Anweisungen gibt oder dessen Greifarm sich auf einer Schiene bewegt, die an der Arbeitsplatte angebracht ist. Die Roboterstimme sagt dann dem Senior, was er zu tun hat.

Es kann Bereiche geben, in denen der Roboter etwas komplett übernimmt, aber auch Bereiche, in denen der Roboter nur unterstützt oder sprachlich anleitet. Senioren zum Beispiel, die noch viel alleine machen, aber keine schweren Gegenstände mehr heben können, könnten dadurch gut unterstützt werden. Der Roboterarm hebt dann den Topf auf den Herd.

Wenn ein Senior zwar körperlich noch fit ist, dafür geistig stark abbaut, kann der Roboter ausschließlich Anweisungen geben. Dann müsste der Herd sich nach dem Kochprozess auch alleine ausschalten, aber auch das ist technisch kein Problem.

Digitale Pflege: Alleine zu Hause mit Hausnotruf

Den Hausnotruf gibt es schon lange in verschiedenen Varianten. Zum Beispiel in der Art, dass der Senior den Ruf immer bei sich trägt und, sollte er stürzen, diesen dann auch immer greifbar am Körper trägt. Oder in der Form, dass einmal täglich ein Anruf von einem Pflegedienst oder Rettungsdienst erfolgt, die sich erkundigen, ob alles in Ordnung ist.

Aber auch hier geht die Digitalisierung noch einen Schritt weiter. Ein intelligenter Hausnotruf zum Beispiel, der bereits in der Erprobungsphase ist, ist mit Bewegungsmeldern und Türkontaktsensoren verbunden. Diese Sensorik kann feststellen, wenn der Bewohner aufgestanden oder wenn er gestürzt ist, aber auch, wenn beispielsweise die Haustür ungewöhnlich lange offen steht. Solche Systeme sollen Gewohnheiten und Abläufe erfassen, die dabei helfen können, ungewohnte Ereignisse zu prognostizieren oder zu deuten. Die Angehörigen bekommen dann die Mitteilung, dass Not am Mann ist oder dass etwas im Tagesablauf oder in der Einrichtung geändert werden muss.

Fröhliche ältere Dame mit Tablet in der Hand: digitale Pflege kann unterschiedlich aussehen.

Weitere Hilfsmittel für den Alltag zu Hause

Längst ist der Markt an Hilfsmitteln für Senioren gewachsen, man hat erkannt, dass es bei der Digitalisierung für Senioren großen Bedarf gibt. Immer wieder kommen neue Erfindungen auf den Markt, die ältere Menschen in ihrer Wohnung unterstützen sollen. Manche erweisen sich als äußert hilfreich, andere verschwinden schnell wieder von der Bildfläche oder müssen verbessert werden.

Derlei Hilfsmittel können die Lebensqualität von pflegebedürftigen Menschen deutlich erhöhen. Allerdings werden technische Hilfsmittel in der digitalen Pflege von den Kranken- und Pflegekassen nur in einem begrenzten Rahmen bezahlt.

Tablet für Senioren

Neben den genannten Hilfsmitteln für Senioren sind auch Tablets, die speziell für die Bedürfnisse der älteren Generation entwickelt wurden, eine wirkliche Hilfe. Sie sind vielseitig einsetzbar und können auch von jungen Menschen genutzt werden. Sie bieten unter anderem die Möglichkeit eines Videoanrufs und ermöglichen somit auch Kontakte über weitere Distanzen zu Familienangehörigen.

Digitale Pflege gleich Überwachung?

Das alles klingt zwar verlockend, bei näherer Betrachtung geht die Digitalisierung der Pflege aber auch ein Stück weit in die oft gefürchtete Überwachung über. Es ist und bleibt also eine Gratwanderung und ein Kompromiss: Für die einen ist die Digitalisierung eine Horrorvorstellung, weil da immer auch die Angst vor einer Überwachung mitspielt. Andere sehen darin ein großes Potenzial in der Hoffnung, mehr Zeit für die Pflegebedürftigen übrigzuhaben bzw. deren Lebensqualität unter dem Strich zu verbessern.

Digitale Pflege entlastet durchaus die jungen Pflegekräfte.

Digitale Aufzeichnungen vonseiten der Pflegekräfte

Nicht nur zu Hause, sondern auch im Pflegeheim kann eine Digitalisierung Verbesserungen mit sich bringen. Zum Beispiel wäre eine Umstellung der Dokumentation von Papier auf digitale Medien eine sinnvolle Zeitersparnis.

Wo kann Digitalisierung in der Pflege hilfreich sein?

Berufe wandeln sich, deren Image ebenfalls. Das ist mit Berufen in der Pflege nicht anders. Immer noch sagen viele Menschen, wenn es um Jobs im Pflegebereich geht: Das könnte ich nicht! Respekt! Das Thema Digitalisierung könnte zumindest ein Ansatz dafür sein, dass Pflegekräfte bei ihrer Arbeit entlastet werden. Die zentrale Frage dabei ist, ob eine Zunahme der Digitalisierung und der Technisierung in Pflegeheimen dazu beiträgt, dass am Ende mehr Freiraum für Soziales bleibt. Eine weitere offene Frage ist, inwiefern sich die Arbeit verändern würde.

Man geht derzeit davon aus, dass Digitalisierung gerade bei der Pflege das Potenzial hat, die Pflegekräfte zu entlasten. Das ist vor allem im Bereich von Heben und Tragen der Fall. Aber auch Transportroboter sind hilfreich, die dabei unterstützen, Wege zurückzulegen, die den Pflegekräften dann erspart werden. Allerdings muss dem gegenüber gestellt werden, dass all dies mit neuen Aufgaben einhergeht. Ob als am Ende tatsächlich mehr Zeit für den zu Pflegenden übrig bleibt, ist umstritten.

Digitale Pflege: Neue Kompetenzen, Ängste überwinden

Und dann ist da natürlich noch die Angst vor Neuem und Fremdem. Ein Roboter soll im Pflegeheim mit von der Partie sein? Hat das nicht auch einen negativen Effekt, ist das nicht irgendwie unethisch? Nicht zwingend. Tatsächlich haben viele Pflegekräfte Ängste vor der Digitalisierung, zum Beispiel weil sie etwas falsch machen könnten. Es geht also zum einen darum, dass für eine erfolgreiche Digitalisierung Hürden und Ängste beim Pflegepersonal abgebaut werden, zum anderen müssten die Mitarbeiter gut geschult werden, um auch damit umgehen und das Potenzial voll ausschöpfen zu können.

Digitale Hilfsmittel mit großem Nutzen

Ein Tablet kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn Pflegebericht geschrieben und Krankendaten erfasst werden. Ärzte könnten zum Beispiel Verordnungen per Mail schicken, was derzeit leider noch oftmals per Fax erledigt wird. Im Moment, so sind sich die Pflegekräfte einig, ist noch viel zu viel Papier im Umlauf. 

Soziale Arbeit 4.0?

Es gibt also derzeit gute Ansätze und Überlegungen, den Bereich Pflege mehr zu digitalisieren. An der Umsetzung allerdings scheitert es noch. Kritiker betonen, dass es verschlafen wurde, hier ein gutes Konzept auf die Beine zu stellen und eine gute Digitalisierung für den Bereich der Pflege auszuarbeiten und auch umzusetzen.

Die Altenpflege soll selbstverständlich eine Dienstleistung bleiben, die am Menschen geschieht und vor allem menschlich umgesetzt wird, aber die Prozesse, die damit zusammenhängen, sollten voll digitalisiert werden.

Jetzt schon in die Zukunft investieren mit der LV 1871

Wohl die wenigsten von uns denken gerne in jungen Jahren daran, wie es ihnen ergehen mag, wenn sie auf die Pflege von anderen angewiesen sind, wenn sie im Pflegeheim leben oder aber zu Hause ihre gewohnten Arbeiten nicht mehr vollumfänglich alleine ausführen können.

Je älter wir werden, desto höher ist das Risiko einer Pflegebedürftigkeit. Hier steigt der Bedarf immens, denn die Lebenserwartung steigt immer mehr an. Auf der anderen Seite ist da die finanzielle Lücke, die entsteht, denn die staatlichen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sind zwar gut, aber bei weitem nicht ausreichend.

Um sich den Lebensstandard, den man sich viele Jahre lang aufgebaut hat, möglichst halten zu können, ist ein finanzieller Mehrbedarf erforderlich, wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt.

Bei der LV 1871 hast du verschiedene Möglichkeiten, für den Fall einer Pflegebedürftigkeit vorzusorgen – entweder mit einem entsprechenden Pflegebaustein in der Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Pflege-Option als Zusatz zu deiner privaten Rentenversicherung.  Unter gewissen Voraussetzungen leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung zwar auch im Pflegefall, doch die reguläre Berufsunfähigkeitsrente ohne Zusatzbaustein reicht meist nicht aus, um die zusätzlichen Kosten für die Pflege abzudecken. Es empfiehlt sich also unbedingt, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, um eine gut durchdachte Vorsorge zu ermöglichen. Unsere Fachleute beraten dich gerne umfassend und qualifiziert zum Thema private Vorsorge.

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