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Bei der Gestaltung einer Kondolenzkarte gibt es einiges zu beachten. Was schreibt man in eine Kondolenzkarte? Wann man eine solche Karte schreiben sollte und was darin nicht fehlen darf, zeigen wir in diesem Beitrag. 

Ist eine Person im entfernten Bekanntenkreis verstorben, gestaltet es sich oftmals schwierig, die richtige Form der Beileidsbekundung zu finden. Denn das Verhältnis war nicht so eng, dass man selbst auf der Beerdigung anwesend ist und sein persönliches Beileid bekunden kann. Vielen Menschen fehlen auch die richtigen Worte, weshalb sie von einem Telefonat mit den Angehörigen absehen. In solchen Fällen ist die Kondolenzkarte eine schöne Alternative. 

Was schreibt man in eine Kondolenzkarte?

Bei dem Verlust eines geliebten Menschen gibt es vermutlich kaum die richtigen Worte. Es geht aber auch weniger darum, die ultimative Beileidsbekundung zu verfassen. Eine Kondolenzkarte sollte gut gemeint sein und den Betroffenen mitteilen, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind. Um formale Fehler zu vermeiden, kannst du dich an folgender Strukturierung orientieren: 

    1. Anrede
    2. Einleitung
    3. Beileidsbekundung
    4. Bezugnahme zur verstorbenen Person und zu gemeinsamen Erlebnissen, Erinnerungen
    5. Unterstützung anbieten
    6. Wünsche für die Zukunft
    7. Abschlussformel/Gruß

Warum schreibt man eine Kondolenzkarte?

Die Kondolenzkarte bietet jedem die Möglichkeit Anteilnahme auszusprechen, unabhängig davon, ob oder wie gut man die Angehörigen des Verstorbenen kennt. Eine Kondolenzkarte ist zudem eine sehr rücksichtsvolle Art und Weise, Trauernden zu kontaktieren. Diese fühlen sich nämlich oftmals nicht in der Lage, nach dem Verlust mit unzähligen, teilweise relativ unbekannten Menschen zu sprechen oder zu telefonieren. 

Eine Kondolenzkarte können die Angehörigen hingegen in Ruhe lesen. Sie können sich den Zeitpunkt selbst wählen und sie auch immer wieder zur Hand nehmen, wenn sie ein paar tröstende Worte benötigen.

Eine Kondolenzkarte soll Trost spenden und Mitgefühl ausdrücken.

Was sollte man bei einer Kondolenzkarte beachten?

Bei jeder Form der Beileidsbekundung gibt es einige Tipps und Hinweise, die man beachten kann. Regeln, wie dies beispielsweise bei der Kleidung bei einer Beerdigung der Fall ist, gibt es aber nicht.

Kondolenzkarten sollten persönliche und aufrichtige Worte enthalten. Sinn der Kondolenzkarte ist es nicht, einen beliebigen Spruch aus dem Internet abzuschreiben und den eigenen Namen darunterzusetzen. Es ist wichtig, dass Kondolenzkarten Mitgefühl übermitteln. SMS oder Whatsapp-Nachrichten sind hingegen eher weniger geeignet. Sie wirken oft lustlos und zeigen, dass man sich wenig bemüht hat. Was schreibt man also in eine Kondolenzkarte? 

Beispiele für die Anrede und Einleitung einer Kondolenzkarte

  • die Nachricht vom Tod Ihrer bzw. Ihres … hat mich tief berührt.
  • … wir haben vom Tod deiner bzw. deines geliebten … erfahren und sind tief erschüttert.
  • … tief berührt haben wir vom Tod von … erfahren.
  • … ich möchte dir auf diesem Weg mein tiefstes Mitgefühl mitteilen.
  • … leider muss ich aus einem sehr traurigen Anlass diese Zeilen verfassen.
  • … der unerwartete Tod Ihrer bzw. Ihres … hat mich tief persönlich getroffen.
  • … es fällt mir schwer, tröstende Worte zu finden

Kondolenzkarte selbst schreiben

Um die eigenen Worte also angemessen zu überbringen, solltest du die Kondolenzkarte in jedem Fall selbst schreiben. In größeren Drogerien, aber auch in Schreibwarenläden gibt es meist einige Karten für verschiedene Trauerfälle. Die Karte sollte dabei schlicht gehalten und eventuell nur mit einem passenden Motiv versehen sein. War der Verstorbene beispielsweise konfessionslos, sollte man darauf achten, religiöse Motive möglichst zu vermeiden. 

Enthält die Kondolenzkarte schon auf der Vorderseite ein Zitat oder einen Spruch für die Trauerkarte, braucht es im eigenen Text keine weiteren Sprüche mehr. Die fertige Karte kann man dann ganz einfach per Post versenden. 
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Bei der Struktur für die Kondolenzkarte gibt es einige Tipps.

Achte bei deinen Formulierungen außerdem darauf, dass du eigene Worte findest und einen Bezug zu dem Verstorbenen und zu den Angehörigen herstellst. Die Kondolenzkarte sollte eine persönliche Nachricht darstellen, die nur dieser einen Person gewidmet ist. 

In der Einleitung auf der Kondolenzkarte findet sich Platz für deine eigenen Gefühle. Deine eigene Betroffenheit oder Sprachlosigkeit kann gerne zum Ausdruck gebracht werden. Zudem kannst du hier deine Anteilnahme bekunden. Einige Beispiele findest du hier:

  • „…es fällt mir schwer, die richtigen, tröstenden Worte zu finden…“
  • „Die Nachricht vom Tod von … hat mich tief erschüttert.“
  • „Mit großer Trauer habe ich vom Tod von … erfahren.“

Die Beileidsbekundung bedarf nicht vieler Zeilen. Teilweise reicht ein einzelner Satz, um auszudrücken, was man sagen möchte. 

  • „Ich möchte dir/Ihnen mein tiefes Mitgefühl aussprechen.“
  • „In Gedanken bin ich in dieser schweren Zeit bei dir/euch.“
  • „Zum Tod von … spreche ich Ihnen mein herzliches Beileid aus.“

Die persönliche Bezugnahme in der Kondolenzkarte zur verstorbenen Person ist vermutlich der Teil, welcher den Angehörigen am meisten Trost spendet. Hier erfahren sie eventuell sogar eine kleine Anekdote, welche sie noch nicht kannten. Diese Zeilen zeigen den Betroffenen, dass der Verstorbene geliebt wurde und es viele positive Erinnerungen an ihn gibt. Es gibt einiges, was man an dieser Stelle anmerken kann: 

  • Was hast du am Verstorbenen besonders geschätzt?
  • Wie wirst du ihn in Erinnerung behalten?
  • Welche besonderen Erlebnisse habt ihr geteilt?

Möchtest du deine Unterstützung anbieten, kann dies im Anschluss geschehen. Dabei geht es schon um kleine Gesten, wie sich um ein Mittagessen kümmern, im Haushalt helfen oder verschiedene Besorgungen erledigen. Man kann auch ein offenes Ohr anbieten.

Wichtig ist hier: Biete nur deine Hilfe an, wenn du tatsächlich gewillt bist zu helfen. Es ist durchaus verständlich, wenn man in einer solchen Ausnahmesituation nicht in der Lage ist, sich um andere Menschen zu kümmern. Dann sollte man seine Unterstützung jedoch nicht anbieten. 

Hilfeangebote sollten stets ernsthaft sein.

Du kannst den Trauernden vor der Grußformel noch gute Wünsche für die Zukunft senden, um so eine hoffnungsstiftende Perspektive zu schaffen:

  • „Ich wünsche dir/euch die Kraft, nach der Zeit der Trauer wieder mit Zuversicht in die Zukunft zu sehen.“
  • „Sei tapfer, und nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, um wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können.“
  • „Gute Gedanken sollen Euch dabei helfen, die Zeit des Abschiednehmens zu überstehen und das Leben dann wieder mit Zuversicht zu meistern.“

Die Abschlussformel sollte auch der Trauersituation entsprechend angepasst sein. Und auch der Bezug zu den Angehörigen sollte berücksichtigt werden. Beispiele hierfür sind:

  • „In aufrichtiger Anteilnahme.“
  • „In tiefem Mitgefühl.“
  • „Fühle Dich von mir umarmt.“

Abschließen lässt sich die Kondolenzkarte mit einer handschriftlichen Unterschrift. Man sollte bei der gesamten Gestaltung der Karte darauf achten, nicht über das Ziel hinauszuschießen. Eine Kondolenzkarte dient dazu, Trost zu spenden, Erinnerungen zu teilen und Mitgefühl auszudrücken. Aber auch zu kurz gehaltene Texte sollten vermieden werden. 

Orientiere dich dafür einfach an der Kondolenzkarte selbst. Diese sollte gut gefüllt, aber nicht überladen sein. Letztendlich ist es völlig normal, dass bei der Formulierung Unsicherheiten auftreten. Doch selbst wenn du mit deinen Formulierungen nicht ganz zufrieden bist und sich vielleicht der eine oder andere formale Fauxpas einschleicht: Wenn die Worte von Herzen kommen, werden die Angehörigen dies beim Lesen spüren und in den Zeilen Trost finden. Das ist der wichtigste Zweck einer Kondolenzkarte.

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